Von der Aufregung über esoterische Piraten.Posted by Ox King in
Politik
Es geht um die Fraktionsgeschäftsführerin der Berliner Piraten.
Diese bietet wohl stark esotherisch angehauchte Coachingseminare an, und schreibt zweifelhafte Bücher mit seltsamen Ansichten. Nachlesen kann man das ganze zum Beispiel bei SPON: Leitende Piraten-Mitarbeiterin irritiert mit Esoterik-Thesen Hier nun mal ein paar Gedanken von mir dazu: Das Problem ist meiner Meinung nach die moralisches Einordnung: Ist es unmoralisch leichtgläubige Leute auszunehmen, die sich ausnehmen lassen weil sie einem den Humbug glauben den man ihnen erzählt und sie es nicht besser wissen und ihre Gefühle und Fehlschlüsse bisher nie analytisch hinterfragen? Ich denke ja, keine Frage. Aber was ist wenn diese Piratin selbst daran glaubt was sie da Lehrt? Womöglich hat sie gar keine unmoralischen Absichten. Ob es das dann besser macht? Vielleicht. Jedenfalls ist dann die ganze Bewertung eine andere. Dann geht es nämlich darum ob überzeugte Esoteriker überhaupt etwas in der Partei zu suchen haben, oder zumindest höhere Ämter darin bekleiden dürfen, weil sich die Piraten doch Wissenschaftliche Aufklärung auf die Fahnen geschrieben haben. Dazu möchte ich jetzt mal generelles Anmerken: Fast niemand ist frei von Fehlschlüssen, Meinungen und Glauben. Unreflektiertes nachplappern und überzeugtes Kämpfen gegen Atomkraft, oder z.B. die industrieller Landwirtschaft, ohne sich mal wirklich wertfrei mit den Themen auseinandergesetzt zu haben, sind ebenfalls weit verbreitet in der Bevölkerung. Und dieses "Chaka Coatching" ist sicher auch so ein Bereich. Viele haben sich da nie Gedanken drüber gemacht ob es nun wissenschaftlich haltbar ist was dort behauptet wird, oder nicht. "Wenn man glaubt zu verhungern, verhungert man auch" klingt halt erstmal recht schlüssig und irgendwie einleuchtend. Und Sachen wie Placebo und Nocebo sind ja wissenschaftlich nachgewiesen. Gut möglich also dass die Frau halt persönlich daran Glaubt, und Anderen gegen Entlohnung einfach auch helfen möchte. IMHO ist die Empörung eher durch das Buzzword Esoterik ausgelöst als dass es diese Seminare an sich sind, die dafür sorgten. Wäre dieses Wort nicht gefallen wäre die Aufregung nicht so groß. Und bei näherem betrachten ist das Thema vielleicht weniger klar schwarz/weiß als es sich beim ersten Lesen nun darstellen mag. Und es ist letztendlich die Frage wie tolerant man als Partei nun ist, wo man Grenzen zwischen Privatperson und deren Glauben und Überzeugungen, und dem politischen Amt zieht, und wie viel Meinungsfreiheit man seinen Amtsträgern zugesteht. Und da erwarte ich persönlich eine eher sachliche Entscheidung für Toleranz und Meinungsfreiheit von den Piraten, als ein panisches anspringen auf Buzzwords und reflexartigem rufen nach personellen Konsequenzen. Das ist für eine Partei die sich als die "echten Liberalen" sehen sicher nicht zuviel verlangt. Meiner Meinung nach braucht man diese Frau ja nicht zur Gesundheitsministerin oder Senatorin für Wissenschaft und Bildung aufstellen, aber gegen eine allgemeine Tätigkeit spricht da IMHO nichts, sofern sie nicht doch nachweislich unmoralisch handelt und den Glauben Anderer nur zu ihrem finanziellen Vorteil ausnutzt. Man kann nicht alles Unwissenschaftliche aus einer Partei aussperren, genausowenig wie abweichende Meinungen von der ideellen Parteilinie. Damit wären die Piraten nämlich schlimmer als alle anderen Parteien je waren, und es würde darauf hinauslaufen dass man nachher nur noch die Partei für nichtkommerzielle atheistische Veganerinnen wäre und Glaubens sowie Meinungsfreiheit und Toleranz faktisch abgeschaft wären. Und DAS hätte dann mit Pirat sein nun wirklich nichts mehr gemein... Interessante Karte der Bremer Touristik-ZentralePosted by Ox King in
OSM
Unter http://www.bremen-tourismus.de/index#mapOpen=true
ist seit kurzem im Zuge der Neugestaltung der Seiten der Bremer Touristik-Zentrale, eine sehr interessante Karte zu sehen. Diese Google Maps Karte wechselt in höheren Zoomstufen automatisch in eine OpenStreetMap Ansicht, verfügt dann jedoch weiterhin über Funktionen, live in die Google Karte und Satellitenansicht zu wechseln, oder sogar per Pegman den StreetView Modus aufzurufen. Erfahren habe ich davon als die BTZ mit dem Wunsch an mich herangetreten war, ein paar Punkte in der OpenStreetMap anzupassen, die nicht aktuell waren, oder zu wenige Details beinhalteten. (Kunsthalle, Touristik Informationen) Für diese Änderungen hätte ich einen Preis vorschlagen sollen. Da ich jedoch kein Gewerbe betreibe oder sonstwie selbstständig bin und somit auch schwer eine Rechnung dafür schreiben könnte, habe ich die geforderten Änderungen in ca. einer Stunde Arbeit einfach mal so umgesetzt. Immerhin stecke ich ja auch sonst schon unzählige Stunden in die Karte und freue mich über jede kleine Verbesserung und nicht zuletzt über jede praktische Nutzung der OpenStreetMap, gerade wenn die Einbindung so cool wie in diesem Fall erfolgt. Wem das genauso geht, darf es gerne mit einem Klick auf den Flatter Button oder mit einer Spende an die OpenStreetMap zum ausdruck bringen. ;) Ist die Sprachbenutzung eines Telefons, wie mit Siri, überflüssig?Posted by Ox King in
Technik
Klar kommt vielen sowas wie Apples Siri momentan noch etwas nutzlos vor,
wo doch gerade jeder mit nem 4,7" Smartphone rumläuft. Aber wenn man mal weiter denkt dass man in 5-10 Jahren vielleicht einfach nur noch mit seinem Knopf im Ohr als eigenständigem Gerät redet und dieser einem dann auf die Frage wie man von hier zu Fuß am schnellsten zum Bahnhof kommt sagt: "Der nächste Bus fährt in 5 Minuten oder du nimmst den in 9 in der übernächsten Querstrasse, dann bist du sogar noch 10 Minuten schneller am Bahnhof weil du damit nicht umsteigen musst.", ist das doch paraktischer und natürlicher als die jetzige Art und Weise an Informationen zu kommen. Und vielleicht ist Siri nun bloß der Grundstein dazu. Siri soll ja mit der Zeit durch die Benutzung auch besser werden. Vielleicht muss nun einfach mal der Anfang gemacht werden, auch wenn es jetzt noch ungewohnt, fehleranfällig und für den einen oder anderen auch überflüssig ist. Peinlich wird es dann auch nicht mehr sein, wenn es nach einem kommenden Paradigmenwechsel dann erst einmal Normalität ist mit seinen Geräten zu sprechen. Schließlich Telefoniert heute auch jeder ungeniert in der Bahn, ohne dass er wie noch vor 10-15 Jahren schief angeguckt wird. Vielleicht hat Apple mit Siri ja erneut den richtigen Riecher bewiesen und macht das, was sie schon immer getan haben: Eine bestehende Technologie so zu polieren bis sie glänzt um sie den Leuten zu verkaufen, auch wenn diese bislang nicht wussten dass sie sie überhabt brauchen, und damit erst eine neue Sparte oder Art der Technologienutzung begründen, oder sie zumindest Massenkompatibel zu machen. Weil auch als nicht Apple Konsument (ich hatte nur den ersten iPod Nano) muss mann ihnen zugestehen dass die genau DAS können. Denn Mac, iPod und iPhone haben den Markt grundlegend verändert, Nutzungsweisen erschaffen, und Märkte erschlossen die andere Firmen bis dahin nur halbherzig bedienten. Und auch als Android Fanboy bin ich mir darüber im klaren dass es Android wohl ohne Apples Paradigmenwechsel bei der Benutzung von Smartphones durch das iPhone so nicht geben würde. Zumindest sicher nicht in der Form. Also wer weiß, vielleicht war Siri nun nur der nötige Anstoß der zur Entwicklung und zum Durchbruch der Sprachsteuerung a'la Star Trek bisher gefehlt hat. Versuche dazu gab es ja schon viele, vielleicht klappt es ja dieses mal. ;) Motorola Defy+Posted by Ox King in
Das HTC Desire S habe ich ja nach nur einer Woche wieder zurückgegeben,
da das Display nicht passgenau mit dem schicken Alugehäuse abschloss und sich nach ein paar Tagen dann auch erster Staub zwischen Display und Touchscreen zeigte, nachdem ich das schon befürchtete als ich durch den Spalt z.B. die LED oder den USB Anschluss im Gehäuse sehen konnte. So viel mir der Umtausch auch wegen dem WLAN Todesgriff nicht besonders schwer. Staubdichtigkeit hatte für mich bei der Suche nach einem neuen Smartphone nun höchste Priorität, nachdem mir durch Kratzer und Staub im Display das eBook lesen mit dem LG GT540 schon lange verleidet wurde. Dies besaß ich sowieso länger als Geplant, durch das Cyanogen Mod 7 Gingerbread Update von Mur4ik bei den XDA Developers. Zwar konnte ich damit viele Apps installieren und auf SD Karte verschieben, doch die magere Speicherausstattung des GT540 trat unter 2.3 noch deutlicher zu tage. Oft benahmen sich Apps seltsam, weil deren Kindprozesse aufgrund von Speichermangel beendet wurden, oder Anrufe wurden nicht angenommen und ich wurde somit den Anrufern als unerreichbar gemeldet, und bekam Sekunden später eine SMS, dass mich jemand angerufen aber nicht erreicht hat. Darüber hinaus lief das Telefon trotz auf 750mhz übertakteter CPU aufgrund der RAM-Knappheit sehr Zäh. Naja, jedenfalls hatte ich dann nur noch die Wahl zwischen Samsung Geräten mit Amoled Display, welches laut Internetforen bauartbedingt wohl auch Staubdicht sein soll, oder dem Defy von Motorola, welches nicht nur Staub sondern auch Wasserdicht sein soll, immerhin wird es als Outdoorhandy und mit der Zertifizierung nach IPX67 Standard beworben. Damit sollte es eine weile (ich glaube mindestens 15 Minuten) bei maximal 1m Wassertiefe dicht sein. Darüber hinaus stoßresistent sein und dank Gorillaglas über ein kratzfestes Display verfügen. Genau das richtige für einen Outdoorjünger wie mich, der er schon schafte mitten in der Nacht mitsamt seiner geliebten Canon Digitalkammera in einen Fluss zu fallen... Außerdem war das Defy mit inzwischen um die 220-240 Euro Verkaufspreis auch noch das Günstigste aller Geräte die mir so als Nachfolger meines LG in den Sinn kamen. Mittlerweile hat Motorola das Defy zum Defy+ aufgemöbelt und ihm eine schnellere CPU Taktung (1 Ghz statt 800Mhz) sowie einen größeren Akku (1700mAh Li-Poly statt 1540mAh Li-Ion) und ein Update auf Android 2.3 Gingerbread spendiert. Und das mit einem kaum spürbaren Unterschied im Straßenverkaufspreis. Also entschied ich mich gleich für das Defy+. (Wobei ich kurz überlegte, denn die CM7 Mods sind "noch" nur für das normale Defy verfügbar und der größere Akku wird dann nicht mehr ausgenutzt wenn man damit das Defy+ füttert! Aber das Problem sollte sicherlich in der Zukunft gelöst werden.) Positiv ist die Größe. Trotz im vergleich zu meinem alten Handy mit 3,7 Zoll erheblich größeren Display ist das Telefon nur minimal breiter und sogar ein gutes Stück kürzer als mein GT540. Darüber hinaus liegt das Motorola dank der Rundungen sehr gut in der Hand. Das Gorilla Glas hat ein viel besseres Bediengefühl als der Screen des Desire S, der mir wesentlich weicher und welliger vorkam und ein hinübergleiten der Finger oft sehr erschwerte. Leider erkennt der Touchscreen nur zwei Finger gleichzeitig. Ist zwar kein Beinbruch, aber andere Smartphones erkennen mittlerweile bis zu 10 Finger gleichzeitig. Auch ist das Display zwar gut aufgelöst, mit seinen 480x854 Pixeln was eine Dichte von rund 265 Dpi entspricht, doch leider etwas Kontrastarm, gerade wann man nur leicht vom Idealblickwinkel abkommt. Die Kamera ist in meinen Augen ebenfalls ein Witz. Statt 3 habe ich nun 5 Megapixel und ein LED Licht, doch die Bilder wurden nicht besser. Subjektiv sogar noch schlechter, auch wenn die schärfe nun Besser ist und der Fokus besser funktioniert. Wer aber wert auf Foto oder Videofunktionen legt sollte zu einem anderen Telefon greifen. Dafür punktet der Lautsprecher mit einer guten Lautstärke und dabei sehr klaren Wiedergabe, auch mit voller Lautstärke und Musik mit viel Bässen. Auch über Kopfhörer kann ich mich da nicht beklagen. Motorolas Anpassungen von Gingerbread stören mich zumeist. Z.B. wurde bei der Motorblur oberfläche die schwarze Leiste von Gingerbread dunkelblau eingefärbt, schwarze Menüs sind nun weiß etc. (Lustig, denn beim Defy mit 2.1 das von Motorola es genau andersrum...) Besser ist allerdings die Telefonapp, diese erkennt nun wenn man mit dem Nummernblock einen Kontaktnamen tippt, und schlägt diesen zum wählen vor. Praktisch. Den Launcher habe ich jedoch mit dem Go Launcher EX ersetzt, der im Gegensatz zum HTC hier auch absolut flüssig und schnell arbeitet. Bei den Schwächen muss man aber auch immer den Preis berücksichtigen. Klar dass z.B. die Kamera in einem Flagschiff Telefon für 500 Euro besser ist, als die in einem 250 Euro Telefon. Dennoch sollte man so etwas erwähnen, richtig enttäuscht bin ich darüber jedoch nicht. Ich finde es ist ein wirklich gutes Telefon! Pro und Contra: + Outdoortauglich (Wasser und Staubdicht, unempfindlich gegen Kratzer am Display. (Sollte aber nicht überbewertet werden, Sand oder gehärteter Stahl ist immer noch härter, und ein mitwaschen in der Waschmaschine wird auch dieses Telefon nicht überleben.) + Relativ großer Akku. (Bei hoher Nutzung komme ich aber auch damit nur auf so 14 Std.) + Gute Größe, liegt gut un der Hand. + Ausreichend Performance für den Alltag, wenn auch kein Überflieger in Sachen Leistung. + Preis - Kamera (Schlechte Bildqualität, gerade wenn es etwas dunkler wird schnell Rauschen und Streifen) - Display (Kontrast, Blickwinkelabhängigkeit und beschränkte Mulitouchfähigkeit) - Keine front Kamera - Leichtes versehentliches Drücken der Sensortasten beim Halten. (Gerade die Suchtaste rechtsaußen.) - Kein Kameraknopf in Hardware - 3D Fähigkeit (Die SGX530 GPU ist nicht mehr ganz Zeitgemäß, reicht aber gerade noch aus.) - Display reagiert oft seltsam beim Laden. Wohl verursacht durch störende leichte Kriechströme. Das Filmkorn bei Blu-ray FilmenPosted by Ox King in
Technik
Ich muss unbedingt mal was zum Thema Filmkorn schreiben.
Einfach aus dem Grund weil ich sonst platze, nachdem was ich so in Blu-ray Foren gelesen habe! Folgende Aussagen ließen mir aufgrund der Unqualifiziertheit der Verfasser das Nackenfell zu Berge stehen: Filme mit Filmkorn sind für mich kein HD! oder Würde ich auf Filmkorn stehen, wäre ich bei meinem Röhrenfernseher mit VHS Recorder geblieben! Tchja, Pech nur dass er auf seinem VHS Tape mit Röhrenbildschirm er gar kein Filmkorn sehen konnte, denn nur dank der HD Auflösung ist dies erstmal für Heimanwender wirklich sichtbar. Vielleicht hatte sein billiger Video Recorder ja aber auch nur Bildrauschen produziert, das ist jedoch etwas mit Filmkorn nicht zu Verwechselndes und etwas Grundverschiedenes! Was ist Filmkorn überhaupt? Das Filmkorn ist etwas was schon auf dem Kamera Negativ des Films, also auf dem Medium Film an sich vorhanden ist, und deshalb so auch im Kino zu bewundern ist. (Außer der Projektor ist dort extrem unscharf eingestellt, was leider viel zu oft vorkommt.) Es ist teil der physischen Films und je nachdem welche Emulsionen oder Filmgröße verwendet wird, stärker oder weniger Stark ausgebildet. Fotografen werden z.B. wissen wie sich die Körnung gröber gestaltet wenn man statt eines ISO 100, einen Empfindlicheren ISO 400 Film verwendet, um auch noch in dunkleren Umgebungen Fotografieren zu können. Je höher die Empfindlichkeit, desto gröber die Körnung. Deshalb tritt Filmkorn auch vermehrt in dunkleren Szenen auf, aber auch bei Rauch und homogenen Flächen wie blauen Himmel sieht man es häufig recht stark. Warum tritt es erst auf Blu-rays so stark auf? Auf DVDs wurde es meist per DNR rausgefiltert, da man aufgrund der geringeren Auflösung bei DVD Bildern die Körnung höchstens zu einer Artefaktbildung aufgrund des Videocodecs führen würde, oder die Bitrate unnötig in die höhe Treiben würde, ohne dass man es dadurch sehen würde. Grob gesagt, es fiel halt zusammen mit den anderen Details der "Bildschrumpfung" zum Opfer. Bei HD Auflösungen von Blu-ray Discs ist es nun aber erstmals möglich das Filmkorn zuhause darzustellen. Hier ist es quasi ein Qualitätsmerkmal für einen guten Bildtransfer von der Filmrolle zum Digitalbild. Es ist genau so ein Bilddetail des Films wie z.B. die Hautporen der Darsteller. Und wo liegt jetzt das Problem? Scheinbar gibt es inzwischen eine Generation von Leuten die das Filmkorn nicht mehr kennen, die es dank DVD und Kino.to einfach nicht mehr gewohnt sind das medium Film zu erleben, und das Grieseln des Filmkorns als störendes Bildrauschen verstehen. Schuld hat wohl auch die Industrie, die HDTV mit "gestochen scharfen, kristallklaren Bildern" bewerben, was an sich ja auch stimmt, aber bei Kinofilmen wohl nicht der Erwartungshaltung entspricht, die die Digital aufgenommenen Bilder der HD Werbetrailer beim 0815 Kunden erwecken. Geht es nicht auch ohne Filmkorn? Nun, es gibt zwei Möglichkeiten dass das Filmkorn zuhause nicht auftritt: Zum Einen das herausrechnen des "Rauschens" per digitaler Rausch Unterdrückung kurz: DNR. Rauschunterdrückung als Nachbearbeitung schluckt halt zwangsläufig auch andere Bilddetails, lässt das Bild unnatürlich und Gesichter wächsern wirken. Außerdem ist es eine Kastration des Originals. Vor allem wenn der Regisseur bewusst ein gröberen Film mit höherer Körnung gewählt hat, um mit dem typischen Film Look eine eigene Stimmung zu erzeugen, es also als Stilmittel einsetzte. Ein Extrembeispiel für beides habe ich natürlich auch: Die Predator Blu-ray in der Erst und Neuauflage. Zum Anderen bleibt die Möglichkeit von rein Digital gedrehten Filmen. (Wobei es dann wenn man genau ist, es weder Film ist, noch etwas gedreht wird. ;) ) Wo kein analoger Film zum Einsatz kommt, da gibt es halt auch kein Filmkorn (höchstens Rauschen). Doch auch hier wird oft ein künstliches Rauschen hinzugefügt, um den Eindruck von Film zu bewahren. Es bleibt also abzuwarten ob mit dem ende des Mediums Analogfilm auch das Filmkorn ausstirbt. Fazit: Wer jedenfalls ein echter Filmliebhaber ist und Filme wie im Kino auch zuhause sehen möchte, der wird sich über sichtbare Filmkorn bei Blu-ray Discs freuen, nicht ärgern. Oder es zumindest als Teil des Erlebnisses Film begreifen. Bedeutet es doch dass man nun endlich alle Details sehen kann, selbst die Filmkörnung. Wer sich aber dennoch massiv darüber aufregt, der will mit seinem "Heimkino-Equipment" wohl eh nur seinen Nachbarn neidisch machen dass es so ein "Perfektes" Bild hat. Für solche Leute bleibt es dann nur die Rauschfilter ihrer Fernseher und Blu-ray Player zuzuschalten, oder ihr überragendes Bild mit Hilfe des neuesten Pixar 3D Films aus dem Computer zu demonstrieren... Wann wohl endlich mal jemand Google Maps verrät...Posted by Ox King in
OSM
...dass der Bremer Überseehafen seit fast 15 Jahren zugeschüttet ist?
Und zwar seit 1998. Mittlerweile steht da der Bremer Großmarkt und teile der Bremer Überseestadt drauf. Ein Glück dass es neben so unvollkommenen und veralteten Kartenmaterial noch die OpenStreetMap gibt. ;) Hier mal ein Vergleich der Gegend in OSM und Google Maps. Später Einstieg in die Blu-Ray WeltPosted by Ox King in
Vor Jahren sah ich einmal diese Vergleichsbilder, die die Bilder der DVD Auflösung
vom Herrn der Ringe mit denen in der HDTV Version verglichen. Damals sehr beeindruckt von diesem Vergleich beschloss ich, dass ich, obwohl ich meinte meine DVD Sammlung sei vom Bild her absolut ausreichend mir diesen für mich sehr besonderen Film dennoch auf dem DVD Nachfolger kaufen werde. Zu dieser Zeit hoffte ich noch es würde die HD-DVD sein. Naja, dem war nun leider nicht so. Aber Blu-Ray kommt mir dann erst ins Haus, wenn es die "Der Herr der Ringe Special Extended Edition" auf Blu-Ray gibt! Diesem Vorsatz bin ich auch treu geblieben. Ein Anderer Vorsatz lautete: Ich werde mir bis auf diesen Film sicherlich nichts doppelt kaufen. Also keine Filme auf Blu-Ray zulegen die ich schon als DVDs im Schrank stehen habe. Letzteren habe ich promt gebrochen als mich neulich bei Karstadt, wofür ich noch einen Gutschein hatte, der Blade Runner Final Cut für 10 Euro vom Regal aus angrinste... 8) Die "Der Herr der Ringe" Box mit der Kinoversion ist nun schon länger auf Blu-Ray erhältlich, ließ mich aber völlig kalt, da ich mir die "verkürzte" Kinofassung nicht mehr ansehen kann. Die Zusätzlichen Szenen fehlen der Geschichte und vor allem der Charakterentwicklung einfach. Außerdem ist das Bild des ersten Teils dort nicht gerade berauschend. (Hier kann man die DVD mit der Kino Blu-Ray vergleichen. - Und hier die Kino BD mit der Extended Version.) Hier wurde auf einen alte Transfer zurückgegriffen, der teilweise Ausschaut wie eine auf FullHD Auflösung Hochskalierte DVD Version. Für die Extended Edition wurde der erste Teil noch einmal neu eingescannt, und erreicht nun die Brillianz und Schärfe die man von einer Blu-Ray Version erwarten sollte. Hier der Direkte vergleich zwischen der Deutschen DVD Version und der Blu-Ray. Was allerdings auffällt ist die andere Färbung der Szenen. Ich vermute dass hier die Disc nun ausschaut wie die ursprüngliche Kinoversion, wogegen der DVD Transfer farblich nachbearbeitet und halt später auch für die Kinoversion BD genommen wurde. Einige Quellen sprechen auch von einem nun vorhandenen Grünstich, der jedoch wenn er wirklich vorhanden sein sollte, was nur im direkten Vergleich auffällt, wohl niemals so schlimm ist wie einem das ein YouTube Video weiß machen möchte, was inzwischen als fake gilt. Was Warner aber beim Deutschen Release definitiv verbockte ist die deutsche Tonspur. Hier wurde auf die für PAL auf 25 Bilder beschleunigte (und abgesenkte) DVD Tonspur zurückgegriffen, aber vergessen beim Entschleunigen auf die 24 Bilder pro Sekunde Kino und Blu-Ray Wiederholfrequenz die Tonhöhe wieder anzuheben, bzw. die 25 FPS Tonhöhenanpassung wieder rückgängig zu machen. So klingt die Komplette Tonspur mit Stimmen und Musik nun um einen halben Ton zu niedrig, da diese nun 4% langsamer abgespielt werden. Ein leider bei BD Releases häufiger auftretender Fehler. Am einfachsten hört man es wenn man die Tonspuren bei der Wiedergabe mit Musikstücken wechselt, oder wenn man bei Bilbos Einleitung noch nicht eingeschlafen ist an Elrond oder Celeborns stimme. Auch hierzu gibt es einen Vergleich zwischen Kinofassung und Extended Version. Mittlerweile sollte (Seit 05.08.) im Handel die überarbeitete Box zu beziehen sein. (Woran man die erkennt und ob man dies überhaupt kann, kann ich aber noch nicht sagen...) Und ein ziemlich kulanter "Umtauschservice" für die alten Versionen besteht auch. ( Update: Nach 8 Tagen (inkl. Wochenende dazwischen) hatte ich die Austauschdiscs im Briefkasten. Für einen Player wollte ich eigentlich nicht so viel Geld ausgeben. Ich dachte so 70 Euro für die Box, und nochmal 70 Euro für den Player wären wohl genug. Also stieß ich auf den LG BD550 Blu-Ray Player, der mich mit versand 75 Euro kostete. Das Amerikanische Modell ist recht interessant, das Europäische aber leider nicht nur um die Netflix, Vudu und Pandora, sondern auch gleich um die Youtube Wiedergabe beschnitten. Zudem schaffte der Player es nicht eine einzige meiner MKV Dateien wiederzugeben. Meine HD Aufnahmen vom Onlinetvrecorder spielte er jedoch problemlos von der per USB angeschlossenen und mit NTFS Formatierten 2,5" Festplatte. Also bestellte ich für 99 Euro inkl. Versand erstmal testweise den größeren LG BD570, der per eingebauten WLAN nun nicht nur auf Youtube, Picasa und Accuweather zugreifen, (Youtube aber so wie es ausschaut wohl nur in 480er Auflösung.) sondern auch Fotos, Musik, und Videos aus dem heimischen Netzwerk wiedergeben kann. (Es braucht nicht mal ein DLNA Server zu laufen, eine SMB Freigabe reicht dem Player schon.) Und zumindest eine meiner 3 MKV Testdatein liefen hier. Immerhin besser als keine. Aber der Player kann nicht einfach nur mehr, die verbaute Videohardware ist eine andere. Leider ist diese nicht durchgehend besser, so einige Punkte sind beim "kleinen" 550er sogar besser: Das Bild vom BD570 flimmert nämlich im 1080p / 24P Modus an Stellen mit hohem Kontrast. (Weißer Himmel am schwarzen Cinemascope Rand oben zum Beispiel, aber auch im Bild selbst.) Dafür treten dort in Farbübergängen keine Blockbildungen auf, wie beim BD550 zu sehen. (An der Szene in "Die Gefährten" wo Boromir den Ring hochhält im Himmel im Hintergrund) Zudem lässt sich der BD570 in den Bildeinstellungen nicht so fein justieren wie der BD550. Ein Punkt mehr Kontrast oder Farbe eingestellt ist IMHO schon wieder einen halben Punkt zuviel. Dafür bietet er jedoch zusätzlich den Punkt Rauschunterdrückung zum verstellen. Wäre mir nicht die Blockbildung aufgefallen hätte ich mich wohl doch eher für den BD550 entschieden, da mir die Blu-Ray Wiedergabe dann eigentlich doch das wichtigere Feld wäre und der Player sonst ein sehr sehr gutes Bild präsentierte. So bleibt mein Fazit leider das beide nicht perfekt sind, jedoch kann ich mit Flimmern eher leben als mit Blockartefakten in Farbübergängen. Dies hasse ich nämlich wie die Pest! Für BD Live brauchen beide Player übrigens ein USB Stick um Daten zwischenspeichern zu können. Es mag deshalb am langsamen USB Stick gelegen haben, aber ohne Aussetzer lies sich dort kein Trailer schauen. Um ehrlich zu sein, dies Feature hat mich nie sonderlich interessiert und ich bezweifel dass ich es in Zukunft wirklich nutzen werde. Ok, ein Fazit: Blu-Ray ist nach anfänglicher Skepsis doch eine ganz feine Sache. Manche Filme die vorher auf DVD nicht optimal umgesetzt waren wirken auf BD nun um Welten besser. Bei Anderen hingegen fragt man sich was denn nun die verbesserung gegenüber der DVD sein soll. Ob Blu-Ray nun dass ist was die DVD von VHS war weiß ich nicht. Ich denke von VHS mit den Nachteilen des Medium wie Abnutzung und zurückspulen Müssen etc. auf die DVD war ein weitaus größerer Schritt als bloß die bessere Bild und Ton Qualität. (Übrigens: Hier mal ein Vergleich zwischen VHS, DVD und Blu-ray.) BD-Live (Meist aktuelle Trailer aus dem Internet) und Java Spielereien bieten meist wohl keinen wirklichen Mehrwert gegenüber der DVD als solche. Bessere Codecs und höhere Bitraten schon eher. Letztendlich kommt es aber immer auf die Qualität des Releases an. Auf DVD gab es auch Filme die einfach von VHS kopiert wurden. Auf Blu-Ray nun halt manchmal einfach auf HD Auflösung hochskaliertes und nochmals gefiltertes DVD Material. Werden aber die Möglichkeiten ausgenutzt und (gereinigte) Filme von der 4K Kinorolle neu eingescannt, sind Schärfe und Filmkorn (sofern nicht weggefiltert) für Cineasten sicherlich einen Neukauf wert. Leider bieten die Besseren Tonspuren bei deutscher Synchronisation meist keinen Mehrwert. (Ja, ich gucke die meisten Filme lieber auf Deutsch. Und habe eh keine Soundanlage...) Ich denke meinem gebrochenen Vorsatz werde ich nur teilweise treu bleiben. Allerdings werde ich mir vor dem Kauf genau anschauen ob sich ein Neukauf wirklich lohnt. Dazu gibt es da seiten im Internet, wie die von mir oben verlinkten, mit denen man gut vergleichen kann. Und auch nur meine Top 20 Filme kommen da wirklich in Frage für einen Neukauf. Wobei ich davon ja nun auch schon zwei habe. Aber mal sehen wie weit mich die Industrie noch bringt. ;) NACHTRAG: Das Flimmern des BD570 lag wohl daran dass dieser in 1080i statt 1080p eingestellt war, (es also durch das Zeilensprungverfahren zustande kam) wie ich nun vor ein paar Tagen zufällig herausfand. Smartphonekauf, die Qual der schlechten Auswahl.Posted by Ox King in
Android
Das HTC Desire S wurde nun zurückgegeben und O2 wies nur darauf hin,
dass ich den Vertrag bei Rücksendung der 14 Tagesfrist als gegenstandslos betrachten könne. Ich hätte dem Modell ja gerne noch eine zweite Chance gegeben, aber vermutlich traut O2 den von ihnen verkauften HTC Smartphones wohl auch keine bessere Qualität zu. Schade. Aber was dann nehmen? Mich reizen ja 2 Geräte besonders. Einmal das Motorola Defy, als Outdoorhandy das mit Gorillaglas nicht nur Kratzfest, sondern obendrein auch noch Staub und Wasserfest sein soll. Jedoch stört mich dort der etwas lahme OMAP Prozessor mitsamt der Grafikperformance. Daran ändern auch die Meldungen über ein Defy+ nichts, dass statt 800 mit 1000 Mhz getaktet ist, und statt Froyo mit Gingerbread daherkommen soll. Die SGX530 GPU ist halt inzwischen als veraltet. Außerdem nur 512 MB RAM und Motorblur Oberfläche, und Motorolas Updatepolitik was Android betrifft. Das zweite Telefon was mich reizt ist das Sony Xperia Play. Ein Telefon mit eingebautem Gamepad. Endlich könnte man die Emulatoren für Android wirklich ausnutzen! Auf der Wii habe ich z.B. mehr Zeit mit der Virtual Console verbracht als mit den Wii Spielen selber. Ich habe eine schwäche für die alten Meisterstücke des Videospielegenres, wie Super Metroid oder Streetfigter. Aber nur 400 MB für Apps?! Really Sony?! Auch sonst: Eigene Oberfläche, 512 MB Ram aber sonst wenigstens die selbe gute Mittelklasse Ausstattung wie beim Desire S, obwohl das für ein Spiele Handy IMHO zu wenig ist. Da hätte ich mir doch schon einen SGX540 oder Adreno 220 als Grafikchip gewünscht statt dem Adreno 205. Außerdem ist das Gerät von Sony. Sony, einer der unsympathischten Firmen überhaupt. Was gibt es sonst noch ein der Preisklasse? Das aktuelle Google Phone Nexus S von Samsung. Ich bin zwar kein Fan von dem gebogenen Design des Bildschirms und enttäuscht dass es in Europa statt des AmoLED Displays mit einem SLCD Screen verkauft wird, aber das wäre noch ok. Die Tatsache dass es keine extra Oberfläche hat und Googles Android Updates wohl als erstes (bzw. Überhaupt) bekommt ist jedenfalls ein riesiger Pluspunkt für dieses Gerät. Den NFC Chip werde ich wohl nie verwenden, neutral. Die 512 MB RAM sind auch schon wieder knapp, aber fallen durch die fehlende Oberfläche und Müllprogramme sicherlich nicht so sehr ins Gewicht. Der 1 Ghz Hummingbird Prozessor und die SGX540 Grafik sind jedenfalls mehr als ausreichend. Fast wäre es nun das Gerät geworden. Auch wenn das Gerät keine SD Karten schluckt, sondern von den 16 GB internen Speicher gut 14 als Festeingebaute Karte zu betrachten sind. Das stört mich schon an dem Gerät, wäre aber ebenfalls gerade noch ausreichend. Nun habe ich aber in Foren von GPS Problemen bei diesem Gerät gelesen. Schlechter GPS Empfang wäre für mich nun wirklich ein Problem. Ein so großes, dass ich nun schon wieder vom Kauf Abstand genommen habe. Und Sonst? So geht es munter weiter. Die Android Plattform bietet eine riesen Auswahl an Geräten, aber keines sticht Positiv hervor. Meist waren die Hersteller irgendwo zu knauserich in der Ausstattung, zu unverschämt im Preis, oder kommen mit einem Mangel wie unzuverlässige Updatepolitik oder einer eigenen Oberfläche daher die das System ausbrems oder komplett gaga zu bedienen macht. Mindestens 2 Punkte stören mich bei jedem Gerät, welche die Vorteile sofern überhaut vorhanden, auffressen. Alles in allem ist die große Auswahl in der Praxis eher das wählen zwischen mehreren Übeln. Und so schlage ich mich nun doch vorerst mit meinem 99 Euro Androiden herum, auf der Suche nach einem Gerät welches den Mehrpreis auch lohnt, bis ich ein Angebot finde was mich begeistert, oder wenigstens eines mit dem ich leben kann. Fazit: Grau ist der Gerätejungel im Android Sektor und voller Ernüchterung... Lust und Frust beim Smartphonekauf (HTC Desire S)Posted by Ox King in
Android
Auf meinem LG GT540 läuft mittlerweile mur4iks Swiftdroid RC0,
eine Portierung des Cyanogen Mod 7, welches Android 2.3.4 Gingerbread
auf das Telefon bringt, und mit dem ich nun nach Umpartitionieren 230 MB
für Apps + App2SD also den verschieben auf die Speicherkarte habe.
Außerdem lässt sich das Telefon noch bis ca. 750 Mhz stabil übertakten.
Leider ist der Arbeitsspeicher sehr knapp, und Programme oder Programmteile
beenden sich mitunter recht häufig oder das System wird sehr langsam.
Das hat ein Tweaken mit dem Auto Memory Manager auch nur bedingt verbessert.
Außerdem hätte ich neben mehr Arbeitsspeicher doch schon gerne ein größeres Display,
etwas mehr "Dampf", und auch einen kapazitiven Screen mit Mehrfachbefingerung™.
Nun fiel mir das Desire S von HTC ins Auge, welches von O2 über ihr My Handy Programm für 15 Euro im Monat auf 2 Jahre Ratenzahlung verkauft wird, was dem aktuellen Preisen entspricht und somit auch kein schlechtes Angebot ist. Das Desire S ist der Nachfolger vom HTC Desire welches fast baugleich mit dem Nexus One, dem ersten Google Phone war, und wohl auch irgendwo zum Handy des Jahres gekürt wurde. Der 3,7" Screen entspricht so ziemlich meiner Vorstellung der optimalen Größe eines Handy Bildschirms, denn das Desire HD mit seinem 4,3" empfinde ich schon wieder als zu groß, zumal es auch nur die selbe Auflösung von 480x800 und damit eine schlechtere Schärfe und Brillianz bietet. Die Frontkamera, der 1450mAh Akku, das schicke Aluminium Unibody-Gehäuse und der 1 Ghz MSM8255 Snapdragon Scorpion Prozessor mit der Adreno 205 GPU, und vor allem die 768 MB an Arbeitsspeicher schienen mir auch sehr ansprechend und auch ausreichend zukunftssicher zu sein. Zwar ist die CPU/GPU Kombination neben den Dualcore Prozessoren und den Grafikboliden wie Tegra II (LG Optimus Speed), SGX540 (Samsung Galaxy S II) oder Adreno 220 (HTC Sensation) nur noch Mittelfeld, aber ich bin mir auch nicht sicher ob ich hyperaufwendige 3D Spiele auf meinem Telefon spielen möchte, auch wenn mich sowas ja schon beeindruckt... Vor allem hört man ja an jeder Ecke und bei jeder Gelegenheit wie Hochwertig doch die HTC Telefone verarbeitet sind und dass die "Build Quality" HTCs bei den Smartphones allgemein ja ihres gleichen sucht. Dieser Ruf kommt wohl vorallem daher, dass HTC dort auf Aluminium setzt wo andere Hersteller wie Samsung und LG zu Plastik greifen. Doch las ich nach dem ich mehrere Youtube Reviews angesehen und meine Bestellung abgeschickt habe in Foren plötzlich von Problemen wie schlecht eingepassten Displays, Staub im Display unter dem schon das Desire litt, und einem WLAN Todesgriff, ähnlich dem iPhone 4 "Antennagate". Leider hat sich bei meinem Gerät all dies Bestätigt. :( Zwischen Rahmen und Display sieht man die LED Beleuchtung durchscheinen, und im Sonnenlicht konnte ich dazwischen sogar ins Gehäuse schauen und sah den USB Anschluss. Das auf diesem Wege vielleicht Staub (oder sogar mal Feuchtigkeit) in das Gerät dringen könnte bewahrheitete sich wohl auch bald. Denn nach 2 oder 3 Tagen in denen ich das Gerät wirklich wie ein rohes Ei behandelte, weil ich mir nicht sicher war ob ich es wieder zurückschicken wollte, entdeckte ich ein Staubkorn unter dem Display Glas. Dabei hatte ich ja angenommen das diese hochwertigen Touchscreens verklebt oder wenigstens sonst wie dagegen abgedichtet seien. Gut, den Staub sah ich nur wenn ich mit einer Taschenlampe direkt auf des Display leuchtete. Bei normalem Licht war es eigentlich nicht zu sehen, und im Betrieb erst recht nicht. Jedoch, so meine Mutmaßung, wo ein Staubkorn ist werden in Zukunft wohl noch mehr hinzukommen und munter eine Party feiern, feststellen dass es zwischen Glas und Display ja furchtbar bequem ist und gar nicht mehr wegwollen. Und da hätte ich dann mit der Zeit wohl doch etwas dagegen... Das andere Problem war der WLAN Deathgrip. Hält man das Gerät horizontal (im "Landscape Modus") fällt der wlan Empfang um ca. -30 db. Das bedeutet dass ich z.B. im Schlafzimmer keine WLAN Verbindung mehr habe. Besonders Ärgerlich wenn man z.B. ein Spiel per Multiplayer spielen möchte, um sich mit anderen über das Internet zu messen. Dort muss man das Gerät dann so halten. (Nebenbei verdeckt man so auch den Lautsprecher.) Ok, mit viel Übung schafft man es das Gerät so zu halten dass man noch WLAN Empfang hat, was jedoch irgendwie unnatürlich und unbequem ist, und im Multiplayerspiel sicherlich des öfteren vergessen wird wenn es mal hektisch wird. Und dann ist da noch HTCs tolle Sense UI. Sense habe ich erstmal mit dem Go Launcher EX ersetzt. Leider funktionieren dann auch die Sense Widgets wie die berühmte HTC Wetter Uhr nicht mehr. Aber die im vergleich zum standard Gingerbread Keybord viel schlechtere Tastatur oder die Anruf und Telefonbuch Version von HTC, die ich ebenfalls gar nicht möchte suchen einen auch dann noch heim. Auch sind viele HTC Sens Prozesse wie auch Aktien und News, obwohl gar nicht genutzt ständig im Hintergrund im Speicher aktiv. Ich glaube ich würde dann auch wieder zu einem ROM greifen, dass mir das pure Android auf das Gerät bringt. Woher der gute Ruf von Sense kommt kann ich jedenfalls bei besten Willen nicht nachvollziehen. Eine Menüleiste die mir einen Schnellzugriff auf Anpassungsoptionen für die Themes bietet, was ich alle Jubeljahre mal brauche... Wieso lässt sich das nicht wenigstens anpassen und sich da stattdessen der Browser aufrufen oder so? Wirklich benutzerfreundlich ist diese Oberfläche nicht. Mag sein dass Sense bei Android 1.6 Geräten mal toll war weil sie einem schwarze Menüleisten etc. bot, aber in Zeiten von Gingerbread ist Sense IMHO nur noch Überflüssig. Fazit: Das Problem mit dem Spalt, dem Staub oder knarzenden Akkudeckeln sollen einige gar nicht haben. Ich werde das Gerät heute (nach einer Woche) zu O2 zurückschicken. Wenn sie mir ein neues zukommen lassen schaue ich gerne mal ob ich damit mehr Glück habe. Mit dem WLAN Problem könnte ich nämlich noch leben. Auch mit der fürchterlichen Sense UI von HTC. (Zur not installiere ich mir da dann einfach ein potentiell wieder verbuggtes ROM wie Cyanogen Mod drauf.) Das Gerät als Solches macht jedoch schon irgendwie einen tollen eindruck. Es besitzt eine Angenehme Größe und ist ein Hand und Augenschmeichler. Das Display und die Softkeys möchte ich nicht mehr gegen etwas kleineres tauschen, Hardware Buttons kommen mir nur noch ungern ins Haus. Alles wirkt sehr Elegant. Jedenfalls wenn die Verarbeitung da mitspielt, alles Passt und nichts knarzt. Es tut wirklich weh es wieder weg zu geben und auf seine alte 3" Krücke zurückzumüssen wenn man mit einem solchen Telefon eine Woche "gearbeitet" hat. Vor allem die Kamera hat mich beeindruckt. Nicht wegen der Bildqualität, die ist leider gerade mal Mittelmaß, jedoch ist sie unmittelbar sofort einsatzbereit und besitzt so gut wie keine Auslöseverzögerung. Da hatte ich sch "echte" Digicams die für das auslösen deutlich länger benötigten. Es hilft aber nichts. Für 360 Euro (die ich auch noch zwei Jahre lang abbezahle) will ich nicht ständig das Gefühl haben dass wenn es mal leicht regnet, Wasser das Display entlang ins Gehäuse läuft, oder sich dort bald soviel Staub ansammelt dass mir das Lesen von Texten verleidet wird, oder ich das schicke Telefon bald nicht mehr herzeigen möchte aus Scham über die Wollmäuse unter dem Displayglas... Hoffen wir mal dass ein neues Gerät besser ist, sonnst greife ich vielleicht doch eher zum Outdoor Handy. Das Motorola Defy sollte jedenfalls von Nässe und Staub unbeeindruckt sein. Aber über die Überlegungen was andere Telefone angeht und deren Vor und Nachteile, dazu schreibe ich bald nochmal einen eigenen Artikel. Die Featuritis macht auch vor GPS Geräten nicht halt.Posted by Ox King in
Outdoor
Garmin kündigte jetzt an dass ihre nächste Modellreihe von GPS Empfängern
nun auch noch eine Kamera spendiert bekommt, mit der man dann gleich "geogetaggte" Fotos auf die SD Karte aufnehmen kann. Jetzt müsste man damit nur noch Telefonieren und ins Internet, sowie Garmin Apps ausführen können und schon hätte sich der Kreis von der anderen Seite her geschlossen... Ich meine ich merke es ja selbst, dass ich mein Garmin nur noch selten mitnehme, (Auf echten Touren ist es etwas anderes, aber für den Waldspaziergang etc.) da mein Android Telefon das dank GPS auch alles irgendwie kann. Es ist ja auch praktisch immer "Schnappschuss"-Fotos machen zu können. Aber EIN Gerät was alles kann und nichts davon richtig reicht mir dann aber auch. Wozu braucht mein GPS das nun auch noch alles zu können? Nur damit die Featureliste größer wird? Ich habe als Kunde keine Lust für (für mich) in GPS Geräten sinnlose Touchscreens, Kameras und sonstigen Schnickschnack zu Bezahlen den ich gar nicht brauche. Außerdem wiegt das sicher auch noch mehr, verbraucht im Zweifelsfall mehr Energie und erhöht nur die Wahrscheinlichkeit dass es immer mehr Fehlerquellen in dem Gerät gibt. Und damit Ärger mit Bugfixes, Patches und der Tatsache dass wichtige Funktionen vielleicht länger ungepatcht bleiben, weil zunächst der Kamera Patch ja auch noch programmiert werden möchte und er die Zeit bindet die besser für den Bugfix mit der Karte oder dem schlechten GPS Empfang aufgewendet werden sollte. Danke Garmin, aber für mich ist ein dediziertes Gerät wie ein GPS Empfänger eben genau das und soll nur eine Aufgabe erledigen, diese aber Zuverlässig. Im Falle eines Outdoor GPS halt die Navigation und Aufzeichnung der Route. Fotos mache ich dann doch lieber mit meiner Kamera und Kaffee mit der Kaffee Maschine... Gut also dass Garmin einem als Kunde die Auswahl lässt und z.B. die beliebte eTrex Serie neu auflegt. Mein Favorit wäre da wohl das eTrex 20, welches dem bisherigen Legend Hcx entspricht, aber wohl hoffentlich neben internen Speicher auch einen leistungsfähigeren Prozessor besitzt, mit dessen Hilfe der Kartenaufbau dann sicher schneller erfolgt als bei den alten Modellen, und somit auch besser für die immer Komplexer werdende Karten geeignet ist. Barometer und Kompass würde ich wohl nicht vermissen, diese Funktionen nutze ich an meinem Vista Hcx nämlich eher selten. Die 50 Euro Aufpreis zum eTrex 30 könnte ich mir also sparen.
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