Tipps zum erfolgreichen ChilianbauPosted by Ox King in
Chili
Eine kurze Übersicht:
Vom Keimling bis zur Ernte brauchen Chilis meist mindestens 5-6 Monate. (Ca. 3 Monate zum Wachsen und je nach Sorte zwischen 60-120 Tage von der Blüte bis zur reifen Frucht.) Zum Bilden der Blüten und Reifen der Früchte brauchen die Pflanzen viel Wärme und Licht. Dementsprechend früh muss mit der Aussaht begonnen werden, was wiederum Probleme mit Licht und Wärme verursacht. Einige Sorten benötigen also schon eine Aussaat im Januar oder Februar und somit dann Kunstlicht und entsprechend Platz, oder halt später einen Wintergarten zum Abreifen. Denn unter 15°C Reifen die Früchte kaum noch und ab 5°C wird es auch für die Pflanzen kritisch. Frost tötet sie meist Sofort. Zum Keimen brauchen Chilis es warm: Bei um die 28°C keimen gute Samen in etwa 7-21 Tagen. (Zum Beschleunigen schwören viele darauf die Samen vorher 24 Std. in Wasser, Salzwasser, Kamillentee oder einer 1 prozentigen Salpeterlösung einzuweichen, und erst dann zu verbuddeln.) Dies Bedingt ein Zimmergewächshaus und eine Heizung, besser noch eine passende Heizmatte. Nach der Keimung benötigen sie sofort viel Licht, sonst spargeln die Keimlinge (sie vergeilen). Hier hilft eine Leuchtstoffröhre in etwa 5cm Abstand zu dem Keimlingen um dies zu verhindern. Auch sollten die Kleinen nach der Keimung kühler gestellt werden, so um die 18-23°C , was das Wachstum dann auch noch etwas einbremst und zu gedrungenem Wuchs führt. Nach etwa zwei bis drei Wochen können die kleinen dann pikiert (vereinzelt) werden. Hier kann man noch Anzuchterde nehmen, oder auch schon normale Blumenerde. Am besten pikiert man in 7x7cm Töpfe, in denen sie bleiben bis sie diese komplett durchwurzelt haben. Danach kommen sie dann mit Blumenerde und schon etwas Langzeitdünger in 13x13cm Zwischentöpfe, bis sie dann schließlich in die ca. 10L Endtöpfe kommen, oder im Garten ausgepflanzt werden. (Hier sollte man einen Tomaten- oder Beeren- Langzeitdünger unter die Erde mischen.) Das Auspflanzen geschieht am besten erst Mitte Mai, nach den Eisheiligen, wegen der Frostgefahr. Dabei ist jedoch zu beachten dass die Pflanzen die unter Kunstlicht aufgezogen wurden sich erst langsam an das Sonnenlicht gewöhnen und einen UV-Schutz aufbauen müssen. Dazu stellt man sie erst mal bei bedeckten Himmel oder im Schatten eine halbe Stunde nach draußen und verlängert diese Perioden über ein paar Tage immer etwas mehr. Dabei aber immer nach den Pflanzen sehen! Werden die Blätter welk, reinholen und mit Wasser benebeln, damit sie sich wieder erholen. Es ist zu beachten dass ausgepflanzte Chilis sich meist schlechter entwickeln wie ihre Kollegen die man in 9 - 14 Liter Kübeln in den Garten stellt. Dies hat dann auch den Vorteil dass man sie bei Sturm hereinholen, oder auch zum Abreifen der Früchte in den Wintergarten umziehen kann, wenn das Wetter im Herbst zu kalt und nass dazu wird. Außerdem haben es Schnecken so schwerer an den Pflanzen zu knabbern. Ein paar Schnecken können nämlich eine kleinere Pflanze (inkl. Früchten) problemlos in einer Nacht ratzekahl fressen! Chilis brauchen keine zweite Pflanze um sich zu vermehren. Draußen sorgen allein der Wind und die Insekten dafür, drinnen sollte man zum Biene spielen einen Pinsel benutzen oder die Pflanze öfter mal schütteln. Will man aus den eigenen Früchten neues Saatgut für die nächste Saison gewinnen, so muss man darauf achten dass keine Pollen anderer Sorten an die entsprechenden Blüten kommen. (Siehe hierzu auch den Abschnitt "Das Saatgut".) Am besten man nimmt einen Teebeutel und stülpt diesen über die noch geschlossene Blüte. Diese dann später zum Bestäuben gut schütteln. Markiert man die Frucht dann, hat man nachher eine Frucht mit sortenreinem Saatgut. Sind die Blüten bestäubt fallen die Blütenblätter meist bald ab und es entwickelt sich eine Frucht. Diese braucht dann etwa 10 Tage bis sie ausgewachsen ist, und dann noch 60-90 Tage zum Reifen. Will man sehr scharfe Früchte haben kann man die Pflanze mit Gießpausen etwas stressen: Man wartet bis sie die Blätter hängen lassen und gießt erst dann wieder mit Wasser. Jedoch sollte man aufpassen dass man es nicht zu weit treibt, sonst werfen einem die Pflanzen nachher noch die Früchte vor die Füße... Nachdem die Früchte ihre endgültige Farbe erreicht hat lässt man sie noch 2-3 Tage an der Pflanze und kann sie dann einfach pflücken. Was man so braucht, und was man beachten sollte: Das Saatgut: Die erste und wichtigste Zutat zur erfolgreichen Chilizucht sind sicherlich die Samen. Doch woher nehmen? Was muss man beachten? Natürlich kann man einfach Samen aus Früchten, z.B. aus dem Supermarkt nehmen. Hier ist jedoch zu beachten dass meist nur rote Chilis reife Früchte sind und Keimfähige Samen enthalten. Jalapenos kennt man eigentlich nur grün, dass ist jedoch die noch unreife Frucht! Reif sind auch diese Rot. Natürlich gibt es inzwischen auch gelbe oder orangene Sorten. Gerade bei Habaneros zum Beispiel. Man kann die Samen entweder sofort verwenden, oder auf einem Küchenkrepp oder in einem Kaffeefilter 1-2 Wochen an warmer trockener Luft trocknen, und dann Luft und Lichtdicht verschlossen kühl lagern. So bleiben sie dann ein paar Jahre Keimfähig. Unter Umständen sind auch Samen aus getrockneten oder geschroteten Chilis noch keimfähig. Hier kommt es darauf an wie diese getrocknet wurden. Langsam bei niedriger Temperatur ist es kein Problem die Samen noch zum Keimen zu bekommen. Ich habe schon aus getrockneten Birdeye Peppers in einem Keimtest mehrere Samen zum Keimen gebracht. Das ist sowieso zu empfehlen: Wenn man unsicher ist ob das Saatgut keimfähig ist, legt man mindestens 10 Samen auf ein feuchtes Küchentuch, dieses auf eine Untertasse und deckt das ganze mit einer Glasplatte ab, oder steckt ihn in einen Plastikbeutel. Bei um die 25°C konstant warm gestellt, sollte die Saat nach 1-3 Wochen anfangen zu Keimen. Zwischendurch immer mal wieder lüften und die Feuchtigkeit kontrollieren! Aber selbst wenn die Samen keimfähig sind, ist es immer noch unsicher was man für Pflanzen bekommt. Gerade im Erwerbsanbau werden häufig sogenannte F1 Hybriden verwendet. Die nächste Generation aus diesen Kreuzungen können mit der Frucht aus der sie stammen schon nicht mehr viel gemein haben. Auch bei kommerziell vertriebenem Saatgut handelt es sich oft um F1 Sorten. Dies steht dann auf der Verpackung, etwa: "Cayenne F1". Man erhält dann zwar eine Cayenne, kann aber deren Saatgut später nur bedingt weiterverwenden. Ein anderer Unsicherheitsfaktor ist dass sich Capsicum Sorten untereinander leicht kreuzen. So muss bei jeder Blüte ausgeschlossen werden dass Pollen anderer Sorten an diese kommen um später wirklich reines Saatgut zu gewinnen und unbeabsichtigte Kreuzungen auszuschließen. Es reicht schon wenn der Nachbar 5 Häuser weiter ebenfalls Paprika anbaut um gekreuztes Saatgut zu erhalten! Darum würde ich auch Saatgut nur vom Fachhändler kaufen und nicht von jedem x-beliebigen eBay-Händler. Denn es gibt nichts frustrierenderes als nach einem halben Jahr Aufzucht und Pflege festzustellen dass die vermeintliche scharfe Cayenne-Chili plötzlich Schoten der Gemüsepaprika entwickelt... Ein sehr guter Händler mit einem ausgezeichneten Sortiment an sortenreinem keimfreudigen Saatgut von über 600 Sorten ist Peter Merle, der auf La Palma Saatgut im großen Stil anbaut und vertreibt. Dieser hat unter deutschen Chiliheads nicht umsonst einen ausgezeichneten Ruf. Der Versand kann von den Kanarischen Inseln schon einmal ein paar Tage dauern, aber keine Angst, der Shop ist wirklich sehr zuverlässig! Hier die Adresse: http://www.semillas.de Das Substrat: Für eine erfolgreiche und vor allem sorgenfreie Anzucht empfiehlt es sich nur hochwertige Erde zu verwenden! Zum einen aufgrund der Drainage- und Wasserspeicherfähigkeit, der Konsistenz, und den Nährstoffwerten, zum anderen auch und gerade wegen Schimmel oder Schädlingen wie Trauermücken, Raupen und Läusen. Immer wieder werden diese Punkte unterschätzt und aus Geiz bei der Erde am falschen Ende gespart. Am Ende bekommt man dann schlecht wachsende Pflanzen und gibt ein vielfaches für Schädlingsbekämpfung aus. Also besser gleich etwas mehr für Qualität ausgeben und in Ruhe den erfolg genießen. Für das Keimen empfiehlt sich Anzuchterde etwa von Compo oder Floragard. Diese enthält weniger aber gut abgestimmte Nährstoffe für eine gute Wurzelentwicklung der Keimlinge. Von Jiffys und anderen Torfquelltöpfen wird immer wieder abgeraten. Sicherlich nicht grundlos. Beim Pikieren kann dann normale hochwertige Blumenerde genommen werden. Spezielles Substrat wie Tomatenerde ist dabei nicht notwendig. Die Erde von Compo oder Floragard verfügen beispielsweise schon über einen (geringen) Anteil an Perlite, was die Drainage- und Wasserspeicherfähigkeit und die Lockerheit des Substrates verbessert, sowie ausreichend Dünger für mindestens vier bis sechs Wochen. Perlite und Vermiculite zum untermischen sind in Bau- und Gartenmärkten recht schwer zu bekommen. (Bitte beachten dass man wirklich jene für den Gartenbau bekommt, nicht die behandelten zum Dämmen!) Im Internet gibt es aber einige Shops die diese Zuschlagstoffe anbieten. Ebenso gibt es Shops die Profidünger wie Hakaphos soft spezial und Basacote 6M die es sonst nur in 25 Kilo Säcken gibt, zu Endanwenderfreundlichen Mengen abgepackt anbieten. Tomatendünger als Langzeit und Flüssigdünger aus dem Gartencenter tut es aber meist eben so gut. Das Licht: Noch wichtiger als die Wahl der Erde ist die Lichtfrage. Chilis wachsen ursprünglich in Äquatornähe und brauchen viel Licht. Optimal 12 bis 14 Stunden am Tag. Fehlt Licht wachsen sie statt buschig und ausladend, bloß spargelig und dünn. Viel Ertrag und eine Robuste Pflanze darf mann dann nicht mehr erwarten. Wer schon im Januar oder Februar mit der Keimung beginnt braucht auf jeden Fall Kunstlicht. Das beste Preis-/Leistungsverhältnis was Anschaffung und Folgekosten angeht haben sicherlich die Leuchtstoffröhren. Diese gibt es im Baumarkt schon ab 5 Euro. Oder anschlussfertig im Möbelmarkt ab 10 Euro. Auch Energiesparlampen mit dem selben Funktionsprinzip und entsprechender Lichtfarbe kann man nehmen. Entscheidend für einen Gedrungenen Wuchs der Pflanzen ist die Lichtmenge und vor allem auch die Lichtfarbe. Diese sollte 6500 Kelvin betragen und am besten aus einer 3 Banden Röhre mit Farbtreue ab 80 kommen, was dann auf der Packung der Leuchtstoffröhre meist mit 865* oder "Daylight" bzw. Tageslicht angegeben ist. *(Die erste Nummer ist die Farbwiedergabequalität, die beiden anderen Zahlen die Farbtemperatur in Kelvin x 100) Röhren mit 840er (mit 4000 Kelvin) Lichtfarbe gehen zu not auch noch. "Warmwhite" taugen dafür jedoch nichts! Extra Pflanzenleuchten braucht es nicht, den Mehrpreis kann man lieber in eine weitere Leuchte investieren. (Zwei Röhren im Abstand von etwa 12-14cm sollten es sowieso mindestens sein.) Damit von dem Licht möglichst viel zu den Pflanzen kommt empfiehlt sich noch der Einsatz von Rettungsfolie oder besser schwarz/weiß-Folie, oder der Einbau der Lampen in einen von innen weißen Schrank. Hier muss man darauf achten dass es im inneren nicht zu Warm wird (15-22°C) und genug Belüftung vorhanden ist. Will man ohne Kunstlicht auskommen hat man zur Anzucht ab Mitte März am besten ein helles Südfenster. Für einige Sorten kann das aber schon zu Spät sein um bis zu Herbst reife Früchte zu bekommen. Wer nicht so viel Licht hat, der kann es mal mit der Sibirischen Hauspaprika versuchen. Diese Sorte kommt auch mit weniger Licht zurecht und wächst auch am hellen Nordostfenster noch recht gut. Anzuchtgefäße: Die Preisgünstigste Methode Chilis anzuziehen ist für die Keimung Joghurtbecher zu benutzen. In jeden Becherboden muss man allerdings ein paar Löcher machen damit das überschüssige Wasser aus der Erde ablaufen kann, denn zu feucht ist für Chilis oft viel schädlicher als zu trocken! Entweder nimmt man pro Sorte einen Becher und pflanzt dort in etwa 2cm Abstand die Saat ein (1cm tief und leicht andrücken), oder man benutzt pro Pflanze einen "Fruchtzwerge"-Becher, dann kann man die Pflanzen einzeln sofort nach dem Keimen aus dem Mini Gewächshaus an das Licht stellen. Eine weitere Möglichkeit sind Einweg-Schnapsbecher, oder auch Eiswürfelbehälter, sowohl zum Einweichen der Saat, als auch zum darin einpflanzen. (Auch hier an Ablauflöcher denken!) Letzeres ist dann die homemade Variante der Multitopfplatten, die Professionell zur Keimung genutzt werden. Und dann gibt es noch die Möglichkeit zum Pikieren statt Joghurtbecher solche einweg Partybecher zu benutzen. Kleine Blumentöpfe bekommt man wohl gut auf Friedhöfen, wo diese meist von den Besuchern nach dem einpflanzen der Blumen auf die Gräber weggeworfen werden. Ebenfalls weggeworfen werden von Supermärkten häufig die Eimer in denen ihnen Schnittblumen geliefert werden. Diese eignen sich dann prima als Endtöpfe. Einfach mal das Personal oder den Marktleiter danach fragen. Viele schwören als Endtöpfe aber auch auf 10L Baueimer aus dem Baumarkt, für meist um 1€ zu haben. Für nicht einmal 2€ bekommt man allerdings im Internet schon eckige 9 - 14 Liter Töpfe, inklusive ausreichend dimensionierter Ablauflöcher und sicher schadstoffärmer als Baueimer. Schädlinge, Krankheiten und Probleme: Hat man Hochwertige Erde genommen, sonst keine anderen infizierten Pflanzen in der Wohnung und noch etwas Glück, bleibt man vielleicht von Schädlingen verschont. Ansonsten hilft z.B. die Luft- und Erdfeuchte besonders auf der Oberfläche gering zu halten. Dies minimiert schon mal die Atraktivität für Plagegeister wie Trauermücken erheblich. Hat man doch welche hilft gegen Trauermücken (kleine schwarze) und weiße Fliegen Gelbtafeln aufzustellen. Gegen Blattläusen, Milben und co helfen vielleicht Marienkäfer, Raubmilben, Schlupfwespen und andere Nützlinge, die man zur Not im Internet bestellen kann: www.katzbiotech.de Diese nützen aber nur etwas wenn man ihnen die entsprechenden Lebensbedingungen bieten kann. Ansonsten bleibt neben diversen Hausmitteln (bitte keine Asche verwenden!) noch die Chemokeule. Das einzig zugelassene Mittel gegen Beißende und Saugende Insekten bei Paprikapflanzen ist Calypso Perfekt AF von Bayer. Dies wirkt auch nach dem besprühen noch mehre Wochen in der Pflanze weiter und braucht nur wenige Tage bis man die Früchte nach dem Einsatz wieder essen kann. Viele schwören auch auf Neemöl, dies hat aber keine Zulassung für Lebensmittelpflanzen. Ein weiteres gutes Mittel um es Schädlingen schwer zu machen ist es gesunde und wiederstandfähige Pflanzen zu haben. Richtiges Gießen und ausreichende Nährstoffversorgung, sowie gute Licht und Temperaturverhältnisse sorgen dafür. Gerade Chilis sollten nie zu viel gegossen werden. Die Erde sollte leicht feucht, aber nie nass sein und manchmal auch mal trocknen können. Am besten lässt sich die Erdfeuchte im Topf mit einem Schaschlikspieß aus Holz erkennen. Statt zu viel gießen, lieber mal ab und zu die Blätter mit Wasser einnebeln. Nährstoffe sind in guter Erde für etwa 4-6 Wochen vorhanden. Danach brauchen die Pflanzen Dünger. Tomaten oder Beerendünger sind hier geeignet. Optimal ist im Durchschnitt eine Versorgung von NPK im Verhältnis 2-1-3 oder ein mehrfaches davon. Wichtig ist auch eine ausreichende Versorgung an Mineralstoffen und Spurenelementen wie Eisen, Zink und vor allem auch Magnesium. Diese sind in Komplettdüngern aber meist schon ausreichend vorhanden. Die ersten Düngergaben sollten immer erstmal ein Drittel bis die Hälfte der empfohlenen Dosierung entsprechen. Woran aber merke ich was meiner Pflanze nun fehlt? Verfärben sich die älteren Blätter langsam gelb, angefangen zwischen den Blattadern fehlt höchstwahrscheinlich Magnesium. Trifft es eher die neueren Triebe und sind die Blattadern grün ist es eher Eisenmangel. Bei ersteren kann auch der Boden zu sauer sein, beim zweiten zu kalkhaltig. Stimmt nämlich der PH Wert im Boden nicht (um die 6) können Nährstoffe schlechter bis gar nicht mehr aufgenommen werden, auch wenn diese im Boden vorhanden sind. Dies betrifft auch den Phosphorgehalt, der wenn dieser zu hoch ist eine Eisenaufnahme blockiert. In der Regel reicht aber behutsames Nachdüngen. Die Ernte verarbeiten: Hat man alles richtig gemacht sitzt man im Herbst wohlmöglich auf einen riesen Berg ultrascharfer Schoten und weiß plötzlich nicht mehr wohin damit und was man damit anfangen soll. Ganz einfach! Einfrieren, Einlegen Trocknen oder zu Pulver oder Saucen verarbeiten! Zum einfrieren größere Schoten einfach geviertelt aufschneiden und in Plastikbeuteln oder "Tupperdosen" in den Gefrierschrank. Rezepte zum Einlegen und einkochen gibt es im Internet genug, ebenso zur Hot Sauce Herstellung. Trocknen lassen sich dünnwandige Schoten unter günstigen Bedingungen Warm und Trocken an der Luft, dickfleischigere Sorten wie Habaneros entweder im Ofen über mehrere Stunden in Umluft bei bis zu 80°C, oder viel besser noch in einem Dörrgerät, welches sich wirklich anzuschaffen lohnt wenn man viele Chilis hat. Die getrockneten Früchte lassen sich dann mit einer (eigenen) elektrischen Kaffeemühle zu Pulver verarbeiten. Durch die Auswahl an bestimmten Sorten lassen sich so unterschiedlich gefärbte und geschmackliche Pulver herstellen. ChiliaufzuchtPosted by Ox King in
Chili
Eigentlich wollte ich (nach dem Allgemeinen Artikel über Chilis) schon lange etwas über die Chiliaufzucht schreiben.
Ich habe letztes Jahr nämlich (viel zu spät) damit angefangen kleine scharfe Paprikas (Chilis) zu ziehen. Bis jetzt habe ich nach und nach 300 € für dieses Hobby ausgegeben. Immer noch besser als für Zigaretten. ;) ![]() Dabei wusste ich beim Bestellen der Samen noch nicht dass ich damit besser Ende Februar angefangen hätte, und auch nicht dass Chilisamen zum Keimen warm haben wollen, am besten vorher in Salpeter eingeweicht werden möchten und dann auch gleich noch viel Licht benötigen. Deshalb bastelte ich mir spontan eine sehr abenteuerliche Anzuchtstation aus einer Nachttischlampe, einer Keksdose, vier Zeltstangen und einer Pflanzenschutzglocke aus dem Gartenfachgeschäft: ![]() Leider bekam ich am Ende bedingt durch Saatgut von eBay nicht wirklich die Sorten die ich haben wollte, aber obwohl ich erst im Mai und ziemlich improvisiert damit anfing, konnte ich doch einiges ernten: ![]() Mehr Fotos dieser abenteuerlichen Saison finden sich in meinem entsprechenden Picasa Album. Saison 2012: Diese Saison wollte ich professioneller starten. - Mehr Sorten, und vor allem mit sortenreinem Saatgut. Dazu bestellte ich 20 Sorten bei Semillas La Palma, einem hervorragenden Saatguthändler für Chilis und Tomaten. 18 dieser 20 Sorten hier mal auf meinem selbst erstellten Sortenkartenbogen: ![]() Aber auch die restliche Anzucht sollte professioneller ablaufen. So legte ich mir ein Anzuchtgewächshaus zu, (das ich zum erreichen der nötigen Temperatur diese Saison auf der Zentralheizung im Heizungskeller stellte) passende Multitopfplatten, kleine 7x7cm Anzuchttöpfe, Reflektoren für meine 120cm Leuchtstoffröhren und weiße Folie zum Auskleiden meines großen Schrankes. ![]() Außerdem richtete ich mir noch einen eigenen kleinen Anzuchtschrank ein um die frühe Anzucht auf bequemer Arbeitshöhe durchführen zu können. Hier kamen zunächst zwei 18 Watt Leuchtstoffröhren hinein, später dann noch eine anschlussfertige T5 9 Watt Möbel LSR hinzu, damit die gesamte obere verstellbare Ebene ausgeleuchtet wurde. 44 Pflanzen in 7x7cm Töpfen fanden hier ihren Platz. Inzwischen sind 24 davon in den großen Schrank mit den zwei 120cm 36 Watt LSR und in ihre 13x13cm Zwischentöpfe umgezogen. Es wurde ihnen längst zu eng. ![]() Angefangen habe ich mit den ersten vier Sorten übrigens schon Ende letzten Jahres. In der ersten Woche dieses Jahres sind die ersten Keimlinge dann geschlüpft. :) Dann folgte 14 Tage Später die zweite Welle und aktuell gerade noch die dritte Welle mit den Zierchilis, und der Nachsaat von einer Sorte die leider gar nicht keimen wollte. ![]() Bilder von der Aktuellen Saison gibt es hier: Picase Webalbum "OxKings Chili Aufzucht 2012" Dort werden auch weiterhin bis zur Ernte und der Verarbeitung Fotos folgen. Was auch immer noch folgen soll ist eine kleine Anleitung wie man selbst Chilis ziehen kann. Es gibt zwar sicher schon Hunderte im Netz, aber eine mehr schadet sicher auch nicht. ;) HorrorfilmPosted by Ox King in
Filmplot für einen auf realen Tatsachen basierenden Zombi-Horrorschocker:
Ort der Handlung: Deutschland Zeitlicher Rahmen der Handlung: 1990 Plot: Die Einwohner des Wendlands, Hamburgs, Bremens, Goslars, des Ruhrgebietes ja selbst in Bayern, barrikadieren sich in ihren Häusern ein, nageln die Fenster zu, und verstecken sich angsterfüllt. Der Grund: Ein Schrecken zieht durch die Städte. Denn durch die Straßen Westdeutschlands schlurfen hunderttausende, in schlecht sitzenden glänzenden Polyester-Trainingsanzügen gekleideter Menschen, die in einem seltsamen konsonanten vertauschenden, und leicht nasalen Dialekt hohl, und gerade laut genug um die monotone Geräuschkulisse von etlichen Zweitaktmotoren zu übertönen, vor sich hin skandieren. Während sie mit einem geschenkten Hundert D-Mark Schein in der Hand wedeln, erklingt von überall unsynchron, und dennoch aus hunderten Kehlen gleichzeitig, die schauderhaft heisere und dumpfe Forderung: "BANANEN!" Titel des Films: Die Zoni-Apokalypse! Laptopkauf: Einsteiger Notebooks für 300 EuroPosted by Ox King in
Technik
Nachdem ich jahrelang nur ein Netbook (LG X110) besaß und dieses auch für mich ausreichte,
brauchte ich langsam mal etwas schnelleres, was auch mal HD Videos und Youtube Filme wiedergeben kann. Vor allem aber der fest verbaute 1 GB Speicher nervte mittlerweile nur noch. Ich guckte mich also in dem 300 Euro Preissegment um und war überrascht wie Leistungsfähig die mobilen Computer in dieser Preisklasse inzwischen geworden sind. Vor allem auch was die interne Grafik angeht. So sind inzwischen die meisten mobilen Einstiegscomputer meiner alten Core-2-Duo Gamingkiste von 2006 überlegen! Zuerst stieß ich auf das HP 635, mit AMDs E-450 APU. Dann auf ein Fujitsu AH530 mit Intel P6200 Pentium und schließlich noch auf das HP 630 mit Intel Celeron B810 Prozessor, im scheinbar selben Gehäuse wie schon der HP 635. Diese Computer habe alle 2-4 GB RAM, HDMI und eine in die CPU integrierte Grafiklösung und kommen ohne Windows. Der E-450 Prozessor von AMD im HP 635 ist eher so der High End Netbook Prozessor, mit Augenmerk auf Stromverbrauch statt auf Leistung und daher der Langsamste von allen hier aufgeführten. Für HD Videowiedergabe aber ausreichend. Da ich jedoch auch mal das eine oder andere Video encodieren möchte flog er relativ schnell aus der Auswahl. (Von den AMD C50 oder C60, oder dem direkten Vorgänger E-350 sollte man sowieso die Finger lassen, diese sind wirklich reine Netbookprozessoren und sollten auch nur dort gekauft werden.) Das Fujitsu AH530 gefiel mir dann schon deutlich besser. Der Pentium P6200 hat mit 2,13 GHz richtig Dampf, und obwohl er nicht zur aktuellste Intel Architektur, sondern noch zum Sandy-Bridge Vorgänger Arrandale gehört, so ist dieser doch mit der etwas älteren Grafiklösung in der Regel dennoch schneller unterwegs, da diese nicht so stark beschnitten ist wie bei den Sandy-Bridge Pentiums und Celerons. Außerdem hat er auch die größere Taktrate und den größeren Cache. Das Notebook hat zudem auch noch einen Express-Card Slot und ist so z.B. mit USB3 nachrüstbar, hat jedoch mit 250GB gegenüber den 320GB Platten der anderen Fabrikate eine etwas kleinere Festplatte. Auch das Touchpad fällt bei dem Modell wohl etwas klein aus, und die Lautsprecher sollen sehr schlecht sein. Sowohl das HP 630 als auch das Lenovo B570 verfügen über Prozessoren der Intel Sandy-Bridge Architektur. Im Vergleich zu den Aktuellen Core i3 bis i7 (mit vierstelliger Kennummer) sind die Pentiums und Celerons als Low-End CPUs dieser Klasse jedoch in ihren Funktionen beschnitten worden. So verfügen sie nicht über Intels Hyperthreading, jeder der zwei Kerne kann so also nur jeweils einen Thread gleichzeitig berechnen. Auch verfügen sie nicht über die speziellen Videooptimierungen der i-Reihe (Quick Sync, Wireless Display und Clear Video HD) und die Virtualisierungsfunktion Vt-d beherrschen sie auch nicht. Der Celeron zumindest noch VT-x, was etwas komisch ist, ist die Celeron-Schiene doch eigentlich noch unter der Pentium-Reihe angesiedelt. Letztendlich entschied ich mich dann für das Lenovo B570 mit dem Intel Pentium B950 mit 2,10 GHz, da dieses wie alle anderen Modelle über 3 USB2 jedoch noch über einen vierten USB2/eSATA Combiport verfügt. Außerdem besitzt es den schnellsten Prozessor mit modernere Sandybridge Architektur und lässt sich so irgendwann sicherlich noch mit einem i3 oder i5 aufrüsten. Als erste Aufrüstmaßnahme kaufte ich erstmal 2 GB (DDR3-1333 / PC3-10600 SO-DIMM) RAM Riegel für 12 Euro hinzu um so nun 4GB zu haben sowie einen USB Bluetooth Dongle für ca. 10 Euro um meine Microsoft Bluetooth Maus betreiben zu können. Denn leider hat das Gerät zwar eSATA, Gigabit Lan und WLAN-n, und einen Fingerabdruckscanner (!!!) jedoch kein Bluetooth eingebaut, was ist ehrlich gesagt nicht so recht nachvollziehen kann. :( Ein weiterer Punkt der für das Gerät sprach war die große Tastatur und das große Multitouch fähige Touchpad. Leider habe ich mich an die Tastatur noch nicht so recht gewöhnt. Vor allem die Pfeil-, die Pos1- und Ende- Tasten, waren auf meinem LG X110 Netbook (so nach unten versetzt) wirklich sehr gut angeordnet und es ist schon schwer sich da umzustellen, auch wenn das Keybord an sich wirklich brauchbar ist. Die Lautsprecher machen einen guten Eindruck, was auf die anderen Modelle wohl nicht durchgängig zutreffen soll. Auch das restliche, schlicht und Eckig gehaltene Design fand ich sehr ansprechend. Die scharfe Kante vorne an der Handauflage jedoch nicht. Das ist IMHO ein ziemlicher Verarbeitungsmangel. Auch das Display empfinde ich als sehr schlecht. Bei Videos ist halbwegs brauchbarer Kontrast nur in einem sehr kleinen vertikalen Bereich zu sehen. Senkt man den Kopf um 2 CM ab, kippen in dunklen Szenen wie Schatten sofort die Farben in ein konturloses Blaugrau ab. Im Liegen, wenn die Augen vertikal zum Bildschirm sind, hat quasi jedes Auge einen anderen Kontrastbereich. Das ist schon ein sehr großer Minuspunkt wie ich finde. Leider sind die restlichen Vertreter in der Low-End bzw. Einstiegsklasse wohl auch nicht besser, im Gegenteil, wenn ich da die Tests von Notebookcheck.com vergleiche, schlägt er im Schwarzwert das Fujitsu AH530 und in der Helligkeit das HP630 um Längen. Und die Blickwinkel sind bei allen für den Po. Das Display scheint in dem Preissegment wohl durchgängig der Pferdefuß zu sein. Die Laufzeit mit Akku (48Wh) dürfte so zwischen 3-4 Stunden betragen. Der Verbrauch unter Ubuntu bewegt sich beim Schreiben dieses Textes zwischen 12 und 13 Watt. Beim Abspielen von HD Filmen (OTR HD Format - 720p h264) zwischen 18 und 22 Watt. Dann reicht der Akku wohl noch für etwa 2 Std. aus. Genug für einen normalen HD Spielfilm von der Festplatte. Und Ubuntu? Dazu schreibe ich nochmal einen eigenen Beitrag. Jedenfalls wird alles bis auf den Fingerabdrucksensor unterstützt, auch wenn man das WLAN erst manuell mit zwei eingaben im Terminal aktiviert bekommt, und die Grafiktreiber noch das Eintragen von ein paar kleine Zeilen verlangen um optimal zu laufen. Auch die UEFI Implementierung von Lenovo machte bis vor ein paar Tagen Probleme beim Installieren, ist nun jedoch durch ein Update von Grub2 in Ubuntu behoben worden. Alles in allem nichts wildes. Ausführliche Tests zu den hier angesprochenen Notebook Modellen von Notebookcheck.com: HP 630 Fujitsu AH530 Lenovo B570 3DMark06 CPU Benchmarks: Intel Core i3-2310M__2502 <- Der kleinste Sandy-Bridge i3 Intel Pentium B950 __2127 <- Lenovo B570 Intel Pentium P6200__1673 <- Fujutsu AH530 Intel Celeron B810___1634 <- HP 630 AMD E-450_________1029 <- HP 635 Intel Atom n270______478 <- Mein altes LG X110 Netbook Eine ausführliche Benchmarkliste kann man sich hier ansehen. Was den Grafikbenchmark angeht ist hier der P6200 vorne, obwohl er auf der älteren Architektur basiert verfügt seine Grafikeinheit jedoch über mehr Recheneinheiten. So kommt der P6200 auf 291 Punkte der B950 jedoch nur auf 244 Punkte auf der Liste von PassMark. Der Celeron B800 schafft es dort auf 196, der AMD E-450 mit seiner Radeon HD 6320M Grafiklösung auf 239 Punkte. Nur für Battlefield 3 und Modern Warfare 3 dürften diese Computer sowieso eher weniger geeignet sein, auch wenn es wohl durchaus möglich ist es zum laufen zu bekommen, Spaß würde es wohl nicht machen. Ältere Spiele wie Modern Warfare 1 und Oblivion laufen wohl aber sicher noch recht gut. Leider habe ich jedoch keine lust da Windows XP drauf zu frickeln, oder mir dafür ein Windows 7 zu Kaufen. Mein altes Command & Conquer Generals läuft jedoch nun mit Wine auch recht gut unter Linux. ;) Von der Aufregung über esoterische Piraten.Posted by Ox King in
Politik
Es geht um die Fraktionsgeschäftsführerin der Berliner Piraten.
Diese bietet wohl stark esotherisch angehauchte Coachingseminare an, und schreibt zweifelhafte Bücher mit seltsamen Ansichten. Nachlesen kann man das ganze zum Beispiel bei SPON: Leitende Piraten-Mitarbeiterin irritiert mit Esoterik-Thesen Hier nun mal ein paar Gedanken von mir dazu: Das Problem ist meiner Meinung nach die moralisches Einordnung: Ist es unmoralisch leichtgläubige Leute auszunehmen, die sich ausnehmen lassen weil sie einem den Humbug glauben den man ihnen erzählt und sie es nicht besser wissen und ihre Gefühle und Fehlschlüsse bisher nie analytisch hinterfragen? Ich denke ja, keine Frage. Aber was ist wenn diese Piratin selbst daran glaubt was sie da Lehrt? Womöglich hat sie gar keine unmoralischen Absichten. Ob es das dann besser macht? Vielleicht. Jedenfalls ist dann die ganze Bewertung eine andere. Dann geht es nämlich darum ob überzeugte Esoteriker überhaupt etwas in der Partei zu suchen haben, oder zumindest höhere Ämter darin bekleiden dürfen, weil sich die Piraten doch Wissenschaftliche Aufklärung auf die Fahnen geschrieben haben. Dazu möchte ich jetzt mal generelles Anmerken: Fast niemand ist frei von Fehlschlüssen, Meinungen und Glauben. Unreflektiertes nachplappern und überzeugtes Kämpfen gegen Atomkraft, oder z.B. die industrieller Landwirtschaft, ohne sich mal wirklich wertfrei mit den Themen auseinandergesetzt zu haben, sind ebenfalls weit verbreitet in der Bevölkerung. Und dieses "Chaka Coatching" ist sicher auch so ein Bereich. Viele haben sich da nie Gedanken drüber gemacht ob es nun wissenschaftlich haltbar ist was dort behauptet wird, oder nicht. "Wenn man glaubt zu verhungern, verhungert man auch" klingt halt erstmal recht schlüssig und irgendwie einleuchtend. Und Sachen wie Placebo und Nocebo sind ja wissenschaftlich nachgewiesen. Gut möglich also dass die Frau halt persönlich daran Glaubt, und Anderen gegen Entlohnung einfach auch helfen möchte. IMHO ist die Empörung eher durch das Buzzword Esoterik ausgelöst als dass es diese Seminare an sich sind, die dafür sorgten. Wäre dieses Wort nicht gefallen wäre die Aufregung nicht so groß. Und bei näherem betrachten ist das Thema vielleicht weniger klar schwarz/weiß als es sich beim ersten Lesen nun darstellen mag. Und es ist letztendlich die Frage wie tolerant man als Partei nun ist, wo man Grenzen zwischen Privatperson und deren Glauben und Überzeugungen, und dem politischen Amt zieht, und wie viel Meinungsfreiheit man seinen Amtsträgern zugesteht. Und da erwarte ich persönlich eine eher sachliche Entscheidung für Toleranz und Meinungsfreiheit von den Piraten, als ein panisches anspringen auf Buzzwords und reflexartigem rufen nach personellen Konsequenzen. Das ist für eine Partei die sich als die "echten Liberalen" sehen sicher nicht zuviel verlangt. Meiner Meinung nach braucht man diese Frau ja nicht zur Gesundheitsministerin oder Senatorin für Wissenschaft und Bildung aufstellen, aber gegen eine allgemeine Tätigkeit spricht da IMHO nichts, sofern sie nicht doch nachweislich unmoralisch handelt und den Glauben Anderer nur zu ihrem finanziellen Vorteil ausnutzt. Man kann nicht alles Unwissenschaftliche aus einer Partei aussperren, genausowenig wie abweichende Meinungen von der ideellen Parteilinie. Damit wären die Piraten nämlich schlimmer als alle anderen Parteien je waren, und es würde darauf hinauslaufen dass man nachher nur noch die Partei für nichtkommerzielle atheistische Veganerinnen wäre und Glaubens sowie Meinungsfreiheit und Toleranz faktisch abgeschaft wären. Und DAS hätte dann mit Pirat sein nun wirklich nichts mehr gemein... Interessante Karte der Bremer Touristik-ZentralePosted by Ox King in
OSM
Unter http://www.bremen-tourismus.de/index#mapOpen=true
ist seit kurzem im Zuge der Neugestaltung der Seiten der Bremer Touristik-Zentrale, eine sehr interessante Karte zu sehen. Diese Google Maps Karte wechselt in höheren Zoomstufen automatisch in eine OpenStreetMap Ansicht, verfügt dann jedoch weiterhin über Funktionen, live in die Google Karte und Satellitenansicht zu wechseln, oder sogar per Pegman den StreetView Modus aufzurufen. Erfahren habe ich davon als die BTZ mit dem Wunsch an mich herangetreten war, ein paar Punkte in der OpenStreetMap anzupassen, die nicht aktuell waren, oder zu wenige Details beinhalteten. (Kunsthalle, Touristik Informationen) Für diese Änderungen hätte ich einen Preis vorschlagen sollen. Da ich jedoch kein Gewerbe betreibe oder sonstwie selbstständig bin und somit auch schwer eine Rechnung dafür schreiben könnte, habe ich die geforderten Änderungen in ca. einer Stunde Arbeit einfach mal so umgesetzt. Immerhin stecke ich ja auch sonst schon unzählige Stunden in die Karte und freue mich über jede kleine Verbesserung und nicht zuletzt über jede praktische Nutzung der OpenStreetMap, gerade wenn die Einbindung so cool wie in diesem Fall erfolgt. Wem das genauso geht, darf es gerne mit einem Klick auf den Flatter Button oder mit einer Spende an die OpenStreetMap zum ausdruck bringen. ;) Ist die Sprachbenutzung eines Telefons, wie mit Siri, überflüssig?Posted by Ox King in
Technik
Klar kommt vielen sowas wie Apples Siri momentan noch etwas nutzlos vor,
wo doch gerade jeder mit nem 4,7" Smartphone rumläuft. Aber wenn man mal weiter denkt dass man in 5-10 Jahren vielleicht einfach nur noch mit seinem Knopf im Ohr als eigenständigem Gerät redet und dieser einem dann auf die Frage wie man von hier zu Fuß am schnellsten zum Bahnhof kommt sagt: "Der nächste Bus fährt in 5 Minuten oder du nimmst den in 9 in der übernächsten Querstrasse, dann bist du sogar noch 10 Minuten schneller am Bahnhof weil du damit nicht umsteigen musst.", ist das doch paraktischer und natürlicher als die jetzige Art und Weise an Informationen zu kommen. Und vielleicht ist Siri nun bloß der Grundstein dazu. Siri soll ja mit der Zeit durch die Benutzung auch besser werden. Vielleicht muss nun einfach mal der Anfang gemacht werden, auch wenn es jetzt noch ungewohnt, fehleranfällig und für den einen oder anderen auch überflüssig ist. Peinlich wird es dann auch nicht mehr sein, wenn es nach einem kommenden Paradigmenwechsel dann erst einmal Normalität ist mit seinen Geräten zu sprechen. Schließlich Telefoniert heute auch jeder ungeniert in der Bahn, ohne dass er wie noch vor 10-15 Jahren schief angeguckt wird. Vielleicht hat Apple mit Siri ja erneut den richtigen Riecher bewiesen und macht das, was sie schon immer getan haben: Eine bestehende Technologie so zu polieren bis sie glänzt um sie den Leuten zu verkaufen, auch wenn diese bislang nicht wussten dass sie sie überhabt brauchen, und damit erst eine neue Sparte oder Art der Technologienutzung begründen, oder sie zumindest Massenkompatibel zu machen. Weil auch als nicht Apple Konsument (ich hatte nur den ersten iPod Nano) muss mann ihnen zugestehen dass die genau DAS können. Denn Mac, iPod und iPhone haben den Markt grundlegend verändert, Nutzungsweisen erschaffen, und Märkte erschlossen die andere Firmen bis dahin nur halbherzig bedienten. Und auch als Android Fanboy bin ich mir darüber im klaren dass es Android wohl ohne Apples Paradigmenwechsel bei der Benutzung von Smartphones durch das iPhone so nicht geben würde. Zumindest sicher nicht in der Form. Also wer weiß, vielleicht war Siri nun nur der nötige Anstoß der zur Entwicklung und zum Durchbruch der Sprachsteuerung a'la Star Trek bisher gefehlt hat. Versuche dazu gab es ja schon viele, vielleicht klappt es ja dieses mal. ;) Motorola Defy+Posted by Ox King in
Das HTC Desire S habe ich ja nach nur einer Woche wieder zurückgegeben,
da das Display nicht passgenau mit dem schicken Alugehäuse abschloss und sich nach ein paar Tagen dann auch erster Staub zwischen Display und Touchscreen zeigte, nachdem ich das schon befürchtete als ich durch den Spalt z.B. die LED oder den USB Anschluss im Gehäuse sehen konnte. So viel mir der Umtausch auch wegen dem WLAN Todesgriff nicht besonders schwer. Staubdichtigkeit hatte für mich bei der Suche nach einem neuen Smartphone nun höchste Priorität, nachdem mir durch Kratzer und Staub im Display das eBook lesen mit dem LG GT540 schon lange verleidet wurde. Dies besaß ich sowieso länger als Geplant, durch das Cyanogen Mod 7 Gingerbread Update von Mur4ik bei den XDA Developers. Zwar konnte ich damit viele Apps installieren und auf SD Karte verschieben, doch die magere Speicherausstattung des GT540 trat unter 2.3 noch deutlicher zu tage. Oft benahmen sich Apps seltsam, weil deren Kindprozesse aufgrund von Speichermangel beendet wurden, oder Anrufe wurden nicht angenommen und ich wurde somit den Anrufern als unerreichbar gemeldet, und bekam Sekunden später eine SMS, dass mich jemand angerufen aber nicht erreicht hat. Darüber hinaus lief das Telefon trotz auf 750mhz übertakteter CPU aufgrund der RAM-Knappheit sehr Zäh. Naja, jedenfalls hatte ich dann nur noch die Wahl zwischen Samsung Geräten mit Amoled Display, welches laut Internetforen bauartbedingt wohl auch Staubdicht sein soll, oder dem Defy von Motorola, welches nicht nur Staub sondern auch Wasserdicht sein soll, immerhin wird es als Outdoorhandy und mit der Zertifizierung nach IPX67 Standard beworben. Damit sollte es eine weile (ich glaube mindestens 15 Minuten) bei maximal 1m Wassertiefe dicht sein. Darüber hinaus stoßresistent sein und dank Gorillaglas über ein kratzfestes Display verfügen. Genau das richtige für einen Outdoorjünger wie mich, der er schon schafte mitten in der Nacht mitsamt seiner geliebten Canon Digitalkammera in einen Fluss zu fallen... Außerdem war das Defy mit inzwischen um die 220-240 Euro Verkaufspreis auch noch das Günstigste aller Geräte die mir so als Nachfolger meines LG in den Sinn kamen. Mittlerweile hat Motorola das Defy zum Defy+ aufgemöbelt und ihm eine schnellere CPU Taktung (1 Ghz statt 800Mhz) sowie einen größeren Akku (1700mAh Li-Poly statt 1540mAh Li-Ion) und ein Update auf Android 2.3 Gingerbread spendiert. Und das mit einem kaum spürbaren Unterschied im Straßenverkaufspreis. Also entschied ich mich gleich für das Defy+. (Wobei ich kurz überlegte, denn die CM7 Mods sind "noch" nur für das normale Defy verfügbar und der größere Akku wird dann nicht mehr ausgenutzt wenn man damit das Defy+ füttert! Aber das Problem sollte sicherlich in der Zukunft gelöst werden.) Positiv ist die Größe. Trotz im vergleich zu meinem alten Handy mit 3,7 Zoll erheblich größeren Display ist das Telefon nur minimal breiter und sogar ein gutes Stück kürzer als mein GT540. Darüber hinaus liegt das Motorola dank der Rundungen sehr gut in der Hand. Das Gorilla Glas hat ein viel besseres Bediengefühl als der Screen des Desire S, der mir wesentlich weicher und welliger vorkam und ein hinübergleiten der Finger oft sehr erschwerte. Leider erkennt der Touchscreen nur zwei Finger gleichzeitig. Ist zwar kein Beinbruch, aber andere Smartphones erkennen mittlerweile bis zu 10 Finger gleichzeitig. Auch ist das Display zwar gut aufgelöst, mit seinen 480x854 Pixeln was eine Dichte von rund 265 Dpi entspricht, doch leider etwas Kontrastarm, gerade wann man nur leicht vom Idealblickwinkel abkommt. Die Kamera ist in meinen Augen ebenfalls ein Witz. Statt 3 habe ich nun 5 Megapixel und ein LED Licht, doch die Bilder wurden nicht besser. Subjektiv sogar noch schlechter, auch wenn die schärfe nun Besser ist und der Fokus besser funktioniert. Wer aber wert auf Foto oder Videofunktionen legt sollte zu einem anderen Telefon greifen. Dafür punktet der Lautsprecher mit einer guten Lautstärke und dabei sehr klaren Wiedergabe, auch mit voller Lautstärke und Musik mit viel Bässen. Auch über Kopfhörer kann ich mich da nicht beklagen. Motorolas Anpassungen von Gingerbread stören mich zumeist. Z.B. wurde bei der Motorblur oberfläche die schwarze Leiste von Gingerbread dunkelblau eingefärbt, schwarze Menüs sind nun weiß etc. (Lustig, denn beim Defy mit 2.1 das von Motorola es genau andersrum...) Besser ist allerdings die Telefonapp, diese erkennt nun wenn man mit dem Nummernblock einen Kontaktnamen tippt, und schlägt diesen zum wählen vor. Praktisch. Den Launcher habe ich jedoch mit dem Go Launcher EX ersetzt, der im Gegensatz zum HTC hier auch absolut flüssig und schnell arbeitet. Bei den Schwächen muss man aber auch immer den Preis berücksichtigen. Klar dass z.B. die Kamera in einem Flagschiff Telefon für 500 Euro besser ist, als die in einem 250 Euro Telefon. Dennoch sollte man so etwas erwähnen, richtig enttäuscht bin ich darüber jedoch nicht. Ich finde es ist ein wirklich gutes Telefon! Pro und Contra: + Outdoortauglich (Wasser und Staubdicht, unempfindlich gegen Kratzer am Display. (Sollte aber nicht überbewertet werden, Sand oder gehärteter Stahl ist immer noch härter, und ein mitwaschen in der Waschmaschine wird auch dieses Telefon nicht überleben.) + Relativ großer Akku. (Bei hoher Nutzung komme ich aber auch damit nur auf so 14 Std.) + Gute Größe, liegt gut un der Hand. + Ausreichend Performance für den Alltag, wenn auch kein Überflieger in Sachen Leistung. + Preis - Kamera (Schlechte Bildqualität, gerade wenn es etwas dunkler wird schnell Rauschen und Streifen) - Display (Kontrast, Blickwinkelabhängigkeit und beschränkte Mulitouchfähigkeit) - Keine front Kamera - Leichtes versehentliches Drücken der Sensortasten beim Halten. (Gerade die Suchtaste rechtsaußen.) - Kein Kameraknopf in Hardware - 3D Fähigkeit (Die SGX530 GPU ist nicht mehr ganz Zeitgemäß, reicht aber gerade noch aus.) - Display reagiert oft seltsam beim Laden. Wohl verursacht durch störende leichte Kriechströme. Das Filmkorn bei Blu-ray FilmenPosted by Ox King in
Technik
Ich muss unbedingt mal was zum Thema Filmkorn schreiben.
Einfach aus dem Grund weil ich sonst platze, nachdem was ich so in Blu-ray Foren gelesen habe! Folgende Aussagen ließen mir aufgrund der Unqualifiziertheit der Verfasser das Nackenfell zu Berge stehen: Filme mit Filmkorn sind für mich kein HD! oder Würde ich auf Filmkorn stehen, wäre ich bei meinem Röhrenfernseher mit VHS Recorder geblieben! Tchja, Pech nur dass er auf seinem VHS Tape mit Röhrenbildschirm er gar kein Filmkorn sehen konnte, denn nur dank der HD Auflösung ist dies erstmal für Heimanwender wirklich sichtbar. Vielleicht hatte sein billiger Video Recorder ja aber auch nur Bildrauschen produziert, das ist jedoch etwas mit Filmkorn nicht zu Verwechselndes und etwas Grundverschiedenes! Was ist Filmkorn überhaupt? Das Filmkorn ist etwas was schon auf dem Kamera Negativ des Films, also auf dem Medium Film an sich vorhanden ist, und deshalb so auch im Kino zu bewundern ist. (Außer der Projektor ist dort extrem unscharf eingestellt, was leider viel zu oft vorkommt.) Es ist teil der physischen Films und je nachdem welche Emulsionen oder Filmgröße verwendet wird, stärker oder weniger Stark ausgebildet. Fotografen werden z.B. wissen wie sich die Körnung gröber gestaltet wenn man statt eines ISO 100, einen Empfindlicheren ISO 400 Film verwendet, um auch noch in dunkleren Umgebungen Fotografieren zu können. Je höher die Empfindlichkeit, desto gröber die Körnung. Deshalb tritt Filmkorn auch vermehrt in dunkleren Szenen auf, aber auch bei Rauch und homogenen Flächen wie blauen Himmel sieht man es häufig recht stark. Warum tritt es erst auf Blu-rays so stark auf? Auf DVDs wurde es meist per DNR rausgefiltert, da man aufgrund der geringeren Auflösung bei DVD Bildern die Körnung höchstens zu einer Artefaktbildung aufgrund des Videocodecs führen würde, oder die Bitrate unnötig in die höhe Treiben würde, ohne dass man es dadurch sehen würde. Grob gesagt, es fiel halt zusammen mit den anderen Details der "Bildschrumpfung" zum Opfer. Bei HD Auflösungen von Blu-ray Discs ist es nun aber erstmals möglich das Filmkorn zuhause darzustellen. Hier ist es quasi ein Qualitätsmerkmal für einen guten Bildtransfer von der Filmrolle zum Digitalbild. Es ist genau so ein Bilddetail des Films wie z.B. die Hautporen der Darsteller. Und wo liegt jetzt das Problem? Scheinbar gibt es inzwischen eine Generation von Leuten die das Filmkorn nicht mehr kennen, die es dank DVD und Kino.to einfach nicht mehr gewohnt sind das medium Film zu erleben, und das Grieseln des Filmkorns als störendes Bildrauschen verstehen. Schuld hat wohl auch die Industrie, die HDTV mit "gestochen scharfen, kristallklaren Bildern" bewerben, was an sich ja auch stimmt, aber bei Kinofilmen wohl nicht der Erwartungshaltung entspricht, die die Digital aufgenommenen Bilder der HD Werbetrailer beim 0815 Kunden erwecken. Geht es nicht auch ohne Filmkorn? Nun, es gibt zwei Möglichkeiten dass das Filmkorn zuhause nicht auftritt: Zum Einen das herausrechnen des "Rauschens" per digitaler Rausch Unterdrückung kurz: DNR. Rauschunterdrückung als Nachbearbeitung schluckt halt zwangsläufig auch andere Bilddetails, lässt das Bild unnatürlich und Gesichter wächsern wirken. Außerdem ist es eine Kastration des Originals. Vor allem wenn der Regisseur bewusst ein gröberen Film mit höherer Körnung gewählt hat, um mit dem typischen Film Look eine eigene Stimmung zu erzeugen, es also als Stilmittel einsetzte. Ein Extrembeispiel für beides habe ich natürlich auch: Die Predator Blu-ray in der Erst und Neuauflage. Zum Anderen bleibt die Möglichkeit von rein Digital gedrehten Filmen. (Wobei es dann wenn man genau ist, es weder Film ist, noch etwas gedreht wird. ;) ) Wo kein analoger Film zum Einsatz kommt, da gibt es halt auch kein Filmkorn (höchstens Rauschen). Doch auch hier wird oft ein künstliches Rauschen hinzugefügt, um den Eindruck von Film zu bewahren. Es bleibt also abzuwarten ob mit dem ende des Mediums Analogfilm auch das Filmkorn ausstirbt. Fazit: Wer jedenfalls ein echter Filmliebhaber ist und Filme wie im Kino auch zuhause sehen möchte, der wird sich über sichtbare Filmkorn bei Blu-ray Discs freuen, nicht ärgern. Oder es zumindest als Teil des Erlebnisses Film begreifen. Bedeutet es doch dass man nun endlich alle Details sehen kann, selbst die Filmkörnung. Wer sich aber dennoch massiv darüber aufregt, der will mit seinem "Heimkino-Equipment" wohl eh nur seinen Nachbarn neidisch machen dass es so ein "Perfektes" Bild hat. Für solche Leute bleibt es dann nur die Rauschfilter ihrer Fernseher und Blu-ray Player zuzuschalten, oder ihr überragendes Bild mit Hilfe des neuesten Pixar 3D Films aus dem Computer zu demonstrieren... Wann wohl endlich mal jemand Google Maps verrät...Posted by Ox King in
OSM
...dass der Bremer Überseehafen seit fast 15 Jahren zugeschüttet ist?
Und zwar seit 1998. Mittlerweile steht da der Bremer Großmarkt und teile der Bremer Überseestadt drauf. Ein Glück dass es neben so unvollkommenen und veralteten Kartenmaterial noch die OpenStreetMap gibt. ;) Hier mal ein Vergleich der Gegend in OSM und Google Maps.
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